Nachschlagwerk

Soll ab sofort Wirkung entfalten: Der «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon»

In diesem Buch stecken die Bedürfnisse der Bevölkerung: Stadtplaner Severin Lüthy und Stadtpräsident Roger Bachmann präsentierten am Samstag im Studio Dietikon den nun fertigen «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon».

In diesem Buch stecken die Bedürfnisse der Bevölkerung: Stadtplaner Severin Lüthy und Stadtpräsident Roger Bachmann präsentierten am Samstag im Studio Dietikon den nun fertigen «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon».

Wer in Dietikon ein grösseres Areal neu bebauen will, erhält ab dieser Woche ein neues Buch in die Hand gedrückt: der «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon». Das Werk mit dem etwas sperrigen Namen wurde am Samstag im Alten Bauamt vorgestellt.

Wer in Dietikon ein grösseres Areal neu bebauen will, erhält ab dieser Woche ein neues Buch in die Hand gedrückt: der «Werkzeugkasten für die Freiraumentwicklung in Dietikon». Das Werk mit dem etwas sperrigen Namen wurde am Samstag im Alten Bauamt vorgestellt.

Also dort, wo es dieses Jahr im Rahmen von Workshops entstanden ist. Zweimal kam hier die interessierte Bevölkerung, der Dietikon am Herzen liegt, zusammen, um über Freiräume in Dietikon zu diskutieren, Wünsche und Bedürfnisse festzuhalten und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu besprechen. Daraus ist nun der «Werkzeugkasten» entstanden. Weil sich Dutzende Einwohnerinnen und Einwohner am partizipativen Prozess beteiligt haben, hat der «Werkzeugkasten» Gewicht.

Zusätzliches Gewicht verleiht dem «Werkzeugkasten» ein Entscheid des Stadtrats. «Der Stadtrat hat die Leitsätze und den ‹Werkzeugkasten› am letzten Montag für verbindlich erklärt. Es ist uns ein grosses Anliegen, dass das nicht nur ein Büchlein ist und bleibt, sondern wir wollen, dass entsprechende konkrete Massnahmen daraus entstehen», sagte Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) in seiner Ansprache anlässlich des Infofests im Studio Dietikon, bei dem der druckfrische «Werkzeugkasten» vorgestellt wurde.

2020 sollen erste Sofortmassnahmen in ausgewählten Freiräumen der Stadt umgesetzt werden, sofern der Gemeinderat den entsprechenden Teil des Budgets wie vom Stadtrat beantragt bewilligt (siehe Limmattaler Zeitung vom 8. November).

Stadtpräsident Bachmann blickte in seiner Rede auch zurück: Im Februar stand der Stadtrat erstmals im Rahmen des Stadtentwicklungsdialogs mit dem Studio-Dietikon-Velomobil auf dem Kirchplatz, offerierte Tee und hörte sich bei der Bevölkerung um, welches Thema in Sachen Stadtentwicklung denn am meisten beschäftigt. Fazit: Es sind die Freiräume. «Nun ist es wieder ähnlich kalt, der Kreis schliesst sich wieder», sagte Bachmann am Samstag. Neben der Tee-Tour des Stadtrats und den erwähnten Workshops war ein gut besuchter Höhepunkt des Stadtentwicklungsdialogs die Vorführung des Films «Dietikon, was machst Du?» im April.

Studio Dietikon ist für einen Preis nominiert

Der Stadtentwicklungsdialog unter dem Motto «Studio Dietikon», für den die Stadt mit der Basler Firma Denkstatt zusammenarbeitet, ist nun sogar für einen Preis der Architektur-Zeitschrift «Hochparterre» nominiert, der Anfang Dezember verliehen wird.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Limmattal siegreich aus der Preisverleihung hervorgehen wird. Denn neben dem Studio Dietikon ist auch die Regionale Projektschau Limmattal (abgekürzt: Regionale 2025), die dieses Jahr mit ihrer Zwischenschau für Furore sorgte, für eine Auszeichnung nominiert. Und 2018 hat die Stadt Dietikon bereits für ihr «Leitbild Stadtboulevard» eine Auszeichnung von «Hochparterre» abgeräumt. Der grösste Preis, den es für Dietikon zu holen gibt, sind aber Freiräume, mit den die Bevölkerung so richtig zufrieden ist. Dazu könnte es zum Beispiel in einem Park noch eine weitere Sitzgelegenheit und auf einem Platz eine neue Beschattungsmöglichkeit oder mehr Grün brauchen. Welche Sofortmassnahmen 2020 zuerst umgesetzt werden, wird 2020 in weiteren Gesprächen mit der Bevölkerung direkt vor Ort abgeklärt.

Schon 800 Unterschriften für den Minigolf-Park

Am Infofest wurden zudem Unterschriften gesammelt für eine Petition zum Erhalt des Minigolfparks Mühlematt, den der private Grundeigentümer abreissen und mit Wohnungen bebauen will. Die Unterschriftensammlung war nicht offiziell Teil des Anlasses, beschäftigt die Bevölkerung aber mindestens so wie die Freiräume. «Wir haben seit 31. Oktober rund 800 Unterschriften gesammelt», sagte auf Anfrage Gemeinderätin Manuela Ehmann (EVP) von der IG Minigolf. Anfang Dezember sollen dem Stadtrat über 1000 Unterschriften übergeben werden – damit 2020 nicht die letzte Minigolf-Saison wird.

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