Kommentar
Solidarität auch mit der Stadt Zürich

Schlieren will nicht, dass Eishockeyfans ihre Autos in der Stadt abstellen.

Alex Rudolf
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Geplantes ZSC-Stadion in Altstetten, Medienkonferenz
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Der Zürcher Stadtrat Daniel Leupi, links, und Peter Zahner, rechts, CEO ZLE Betriebs AG ZSC Lions an einer Medienkonferenz des Komitees ''JA zur Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions'' in Zuerich
Der Zürcher Stadtrat Daniel Leupi an einer Medienkonferenz des Komitee ''JA zur Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions
Werbematerial an einer Medienkonferenz des Komitee ''JA zur Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions'' in Zuerich.
122 Familiengärten in Zürich Altstetten sollen dem geplanten ZSC-Stadion weichen.
122 Familiengärten in Zürich Altstetten sollen dem geplanten ZSC-Stadion weichen
Die Gegner des Projekts vor dem Vereinslokal Vulkan des Familiengartenvereins Altstetten-Albisried. Von links: Dominique Feuillet (alt Gemeinderat SP), Niklaus Scherr (Gemeinderat AL)
Daniel Leupi an der Medienkonferenz.
Die Gegner des Projekts an einer Medienkonferenz im Vereinslokal Vulkan des Familiengartenvereins Altstetten-Albisried. Von links: Robert Kümin (FGVAA-Vizepräsident), Dominique Feuillet (alt Gemeinderat SP), Niklaus Scherr (Gemeinderat AL), Adolf Gloor (Präsident FGVAA), Markus Knauss (Gemeinderat Grüne) und Walter Schaffner (Schweizer Familiengärtner Verband)

Geplantes ZSC-Stadion in Altstetten, Medienkonferenz

Die Zürcher Eishockeyaner der ZSC Lions sollen 2022 ihr Stadion in Altstetten beziehen. Da dieses unweit der Stadtgrenze zu Schlieren erstellt werden soll, listen die Verantwortlichen auch Schlieremer Lokalitäten auf, bei denen im Fall grossen Zuschaueraufmarschs Parkplätze angeboten werden könnten. Die Rede ist dabei etwa vom Conforama oder vom Aligro. Nichts ist definitiv, bei den Besitzern wurden erst Anfragen gestellt. Dies goutiert der Schlieremer Stadtrat jedoch nicht und wendet gegen den privaten Gestaltungsplan ein, dass die Hockeyfans nicht in Schlieren parkieren sollen. Dies würde zu intensivem Suchverkehr führen, was zu bekämpfen sei.

Ein solcher Schritt ist untypisch für Schlieren. So beschritt der Stadtrat in den letzten Jahren eher einen Weg der Zusammenarbeit und des Dialogs. Etwa positionierte sich die Stadt als fortschrittlich und erfolgreich in Sachen Standortmarketing oder Stadtentwicklung. Auch ist sie Mitglied in einer Vielzahl anderer Zweckverbände in der Region und streckt ihre Fühler somit stets auch jenseits ihrer Stadtgrenzen aus.

Die Einwendung der Exekutive gegen den Gestaltungsplan überrascht deshalb. Zum einen ist Schlieren eine mittelgrosse Stadt. Dazu gehört auch ein gewisses Mass an Lärm und Verkehr. Andererseits dürften Parkplatzsuchende beim Conforama oder Aligro nur wenige Einwohner stören, da die beiden Märkte in Industriezonen liegen. Zudem werden Spiele nicht jeden Tag stattfinden.