Dietikon
So will der neue Präsident des Quartiervereins das Limmatfeld attraktiver machen

Peter Metzinger, der neue Präsident des Dietiker Quartiervereins Limmatfeld, will sich verstärkt auch auf politischer Ebene für die Aufwertung des Viertels einsetzen.

Gabriele Heigl
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Das Quartier Limmatfeld in Dietikon. (Archiv)

Das Quartier Limmatfeld in Dietikon. (Archiv)

Alex Rudolf

Sasa Karalic, der Präsident des Quartiervereins Limmatfeld, ist vorgestern mit sofortiger Wirkung aus privaten Gründen zurückgetreten. Als Nachfolger konnte der Vorstand Peter Metzinger gewinnen. Vorstandsmitglied Irma Reichle zeigte sich gestern auf Nachfrage erleichtert: «Wir hatten schon Angst, dass sich der Verein auflöst. Aber es hat sich gezeigt, dass die Mitglieder ein grosses Interessen am Fortbestand hatten.»

Sasa Karalic (links) hat den Stab an Peter Metzinger übergeben.

Sasa Karalic (links) hat den Stab an Peter Metzinger übergeben.

Zur Verfügung gestellt

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung nahm Karalic bereits nicht mehr teil; er befand sich auf Reisen. Er hatte den Verein seit der Gründung im Jahr 2015 geführt.

Auch Kassiererin Mirjam Weber wird demnächst aufhören. Für sie übernimmt Ruth Meyer, die wie Metzinger im Limmat Tower wohnt. Sie hat in diesem Jahr zusammen mit ihrem Mann Andrea Kopp in Dietikon die Rede zum Bundesfeiertag gehalten. Vorstandsmitglied Roger Adam ist weiterhin mit dabei. «Allerdings wären wir froh, wenn ein fünftes Vorstandsmitglied zu uns stossen würde, weil die Arbeit bei Events dann leichter zu bewältigen wäre», so Reichle, dies auch im Hinblick darauf, dass man sich im kommenden Jahr verstärkt für das Stadtfest engagieren möchte. Einer der Hauptveranstaltungsorte wird der Rapidplatz sein. Der Verein zählt zur Zeit knapp
50 Mitglieder.

Parkplätze und Schatten

Unterstützung hat der neue Präsident denn auch als wichtige Rahmenbedingung genannt, um den Posten zu übernehmen. Metzinger ist auch im Stockwerkseigentümerausschuss des Limmat Tower engagiert. «Ich kann allein koordinieren und organisieren, aber die Umsetzung muss aufgeteilt werden», so Metzinger. Kaum im Amt, kann der neue Präsident schon eine Reihe von Zielen nennen, die er sich auf die Agenda gesetzt hat. Es gelte, das Limmatfeld besser in die Stadt zu integrieren, meinte er gestern auf Nachfrage. Der Verein wolle im übertragenen Sinne eine «Brücke über die Gleise schlagen, damit das Limmatfeld mehr zu Dietikon gehört».

Der neue Präsident möchte auch mehr als sein Vorgänger auf der politischen Ebene aktiv werden, damit sich etwas zum Besseren wendet. Konkret nennt er das unbefriedigende Parkplatzmanagement, aber auch den Rapidplatz, der zu wenig genutzt werde, auch nicht genutzt werden könne, beispielsweise weil Schattenplätze fehlten und der Belag nicht ideal sei. Ausserdem müsse etwas gegen den Gewerbe-Leerstand getan werden. «Es muss eine Antwort auf die Frage gefunden werden, wie wir mehr Frequenz in die Geschäfte bekommen.»

Eigene Identität bilden

Darüber hinaus möchte der neue Vorstand, dass das Limmatfeld eine eigene Identität entwickelt. Das Quartier empfinde Tower und Höfe nicht als Einheit, so Metzinger. «Es fehlt an einem gemeinsamen Bewusstsein.» Dieses soll durch Aktivitäten in der nächsten Zeit noch mehr gefördert werden. Grosse Erwartungen knüpft der Verein in diesem Punkt an das Stadtfest im nächsten Jahr. Metzinger: «Das Limmatfeld soll nicht mehr als Fremdkörper in der Stadt wahrgenommen werden, sondern als Teil einer Stadt, in der sich Traditionelles verbindet, mit dem, was die Zukunft bringt.»