Schon seit einiger Zeit sagt man sich in Dietikon, dass die Stadt 27 000 Einwohner hat. Denn gerundet ist das seit 2016 der Fall. Nun hat der Bezirkshauptort die Tausendergrenze auch ungerundet geknackt. Diesen Meilenstein des Wachstums galt es zu feiern. Claudio Glöckler, der 27 000. Dietiker, war gestern Abend ins Stadthaus geladen.

Genauer gesagt ins Büro des Stadtpräsidenten Roger Bachmann (SVP). Er empfing Glöckler zum Kaffee und überreichte ihm eine Gratulationsurkunde, einen Blumenstrauss sowie ein Sixpack Dietiker Cider. Schliesslich soll Glöckler schnell zur Überzeugung gelangen, dass es ein Genuss ist, in Dietikon zu leben.

«Es gibt immer noch viele, die das nicht wissen. Aber wer Dietikon kennenlernt, sagt schnell, es sei eine coole Stadt. Schliesslich haben wir viel zu bieten», sagte Bachmann zu Glöckler. Und erzählte stolz vom tiefstgelegenen Skilift der Schweiz, der schönen Natur und den über hundert Vereinen, dank denen immer was los ist. In Bachmanns präsidialem Büro hängt denn auch ein Wimpel des FC Dietikon.

Claudio Glöckler wird die vielen Facetten Dietikons nun Schritt für Schritt kennenlernen. Etwas geniesst er jetzt schon in vollen Zügen: Seit seinem Zügeltag, dem 19. Januar, verliert er keine wertvolle Zeit mehr im täglichen Gubrist-Stau.

Neue Heimat in der Vorstadt

Der in Winkel im Bezirk Bülach aufgewachsene 30-Jährige muss nun nicht mehr von seinem bisherigen Wohnort Bachenbülach ins Dietiker Wirtschaftsgebiet Silbern fahren, wo er im Verkauf Innendienst der Firma Knauf, einem Unternehmen für Baumaterialien, arbeitet. Statt durch den Gubrist zu fahren, wechselt Glöckler fortan nur noch die Seite der Gleise: Er wohnt in der Vorstadt, sein Arbeitsort liegt an der Lerzenstrasse.

Infogram: So ist Dietikon über die Jahrzehnte gewachsen

«Ich habe Dietikon durch meine Arbeit kennengelernt», erzählt Glöckler. Nachdem er sich für einen kürzeren Arbeitsweg – also gegen den Gubrist – entschied, spielte auch der Zufall mit. Er suchte nach Wohnungen in Dietikon und im Umkreis von ein paar Kilometern. Die Wohnung in der Dietiker Vorstadt passte ihm dann am besten.

Die Gratulation im Stapi-Büro wurde nur möglich dank der Einwohnerkontrolle der Stadt Dietikon. Deren Leiterin Yvonne Küng erzählte gestern, wie die Bevölkerungszählung zuletzt ablief. Wegen starken Schwankungen ist die nämlich gar nicht so einfach, wie man vielleicht denken würde. So waren es bereits am 21. Dezember 26 997 Einwohner. Nur drei Personen fehlten noch, die Stadt war in positiver Alarmbereitschaft. Dann ein kleiner Rückschlag. «Als wir am 4. Januar nachschauten, waren es bereits wieder 43 zu wenig», erzählt Küng. Denn nun fehlten jene, die per Ende 2018 aus Dietikon weggezogen sind. Der nächste Stichtag war der 23. Januar. «Da waren es dann 27 027 Einwohner und wir eruierten, wer sich als 27 000. Einwohner am Schalter angemeldet hat», so Küng.

2020 sollen es 28 000 sein

Die 28 000er-Grenze wird voraussichtlich 2020 geknackt. 30 000 Einwohner sollen es gemäss langfristiger Prognose im Jahr 2030 sein. «Dann ist Dietikon fertig entwickelt. Die Entwicklung und Erneuerung der Stadt ist positiv. Wir sind in Aufbruchstimmung», sagt Bachmann. Diese wird er auch im Juni vermitteln, wenn die nächste traditionelle Neuzuzügerfeier ansteht und allen Neu-Dietikern ein offizieller Empfang bereitet wird.

Infogram: So ist Dietikon seit 2008 gewachsen

05.02.2019

Claudio Glöckler beim Gespräch im Büro des Dietiker Stadtpräsidenten.

05.02.2019