Schlieren
So vernetzt ist die Wohnung im 21. Jahrhundert

In Schlieren soll ein Zentrum entstehen, dass intelligente Gebäudetechnologien fördert. Die erste Hausmesse zeigt auf, wo Technologie das Wohnen verbessern kann.

Alex Rudolf
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Dienstleistungen können mit der im «Building Technology Park» entwickelten Technik bestellt werden – von der Pizza bis hin zum Video.

Dienstleistungen können mit der im «Building Technology Park» entwickelten Technik bestellt werden – von der Pizza bis hin zum Video.

BUILDING TECHNOLOGY PARK

Neben dem Biotechnopark und Verein Start Smart für Jungungernehmen entstand in Schlieren eine weitere Konzentration von spezialisierten Unternehmen: ein Cluster von Unternehmen aus dem Bereich der Gebäudetechnologie. Dem vor vier Jahren gegründete Verein «Building Technology Park Zurich» (vormals «New Tech Club») sind rund 30 Unternehmen aus diesem Bereich angegliedert. Nun organisiert er erstmals die Hausmesse, die am Donnerstag eröffnet wird.

Das Ziel der Initianten: In Schlieren soll ein Zentrum zur Förderung intelligenter Gebäudetechnologien entstehen. Dabei steht nicht nur die Entwicklung neuer Produkte im Vordergrund, sondern auch deren Vernetzung. Für die Entwicklung der nachhaltigen, digitalen Technologie für Wohnen und Arbeiten – für «Smart Living» – haben sich sieben Firmen und Allianzen an der Schlieremer Brandstrasse 33 eingemietet. «In diesem Umfeld können sich innovative Unternehmen entwickeln», so der Vereinspräsident Heinz Specker, der bis 2013 Geschäftsführer der Technopark Immobilien AG im Zürcher Kreis 5 war.

Balz Halter von Halter AG und Vereinsgründer des «Building Technology Park» sieht in der erstmals durchgeführten Messe eine gute Gelegenheit für jedermann, sich über Neuheiten im Bereich der Gebäudetechnologie zu informieren. «Dabei setzen die Aussteller nicht auf die technischen Details ihrer Systeme, sondern wollen konkrete Anwendungsbeispiele demonstrieren», so Halter. Der Nutzen für die Kunden stehe im Vordergrund.

Stadt steuert Starthilfe bei

Der Schlieremer Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin freut sich über diese Entwicklung. Er verweist darauf, dass mit dem «Building Technology Park» der Ruf Schlierens als Hotspot für neue Entwicklungen weit über die Grenzen der Region verbreitet werde. Er unterstreicht aber auch die Bedeutung des neuen Clusters für das Quartier am Rietpark. «Heute hat es bereits eine Identität. Dies auch dank den Gebäudetechnologie-Firmen, die sich hier niedergelassen haben.» Die Stadt Schlieren unterstützt ihre Cluster zu Beginn mit finanziellen Beiträgen. Jährlich 15'000 Franken über drei Jahre hinweg steuert die Stadt als Starthilfe bei.

Die Unternehmen des «Building Technology Parks» stellen an der Brandstrasse 33 in Schlieren ihre Gebäudetechniken vor. Heute zwischen 10 und 19 Uhr und morgen zwischen 10 und 18 Uhr gibt es nebst der Ausstellung auch Kurzvorträge.

«Intelligente» Klemme verbindet Geräte über das Stromnetz

Das Unternehmen Digitalstrom entwickelte die Lüsterklemme. Mittels dieser können alle elektrischen Geräte über den Stromkreislauf miteinander verbunden und gesteuert werden. Wer also die Sonnenstore, die Raumtemperatur oder den Wasserboiler über das Mobiltelefon von unterwegs aus steuern oder diese Geräte untereinander vernetzen will, dem hilft die «intelligente» Klemme.

Die Gebäudereinigung auf Knopfdruck bestellen

«Living Services» soll alles unter einen Hut bringen. Dabei können mit einer Steuerungszentrale (beispielsweise einem Tablet-PC) sämtliche Dienstleistungen rund um das Haus oder die Wohnung organisiert werden. Das Bestellen einer Pizza, das Anfordern einer Putzhilfe oder das Ansehen eines Videos on demand kann so von einem einzelnen Gerät erledigt werden.

Erdsonden, die Energie saisonal speichern können

Durch das System 2SOL wird das emissionsfreie Gebäude möglich. Das System integriert Komponenten unterschiedlicher Hersteller und stimmt diese aufeinander ab. Energie wird durch Kollektoren und Erdwärme gewonnen. Die überschüssige Wärme kann dem Boden zurückgeführt werden, dies entsprich einer saisonalen Energiespeicherung.