Die Stimmung bei der SVP ist am Nachmittag des Wahlsonntags gut. Gespannt verfolgt der Schlieremer Kantonsratskandidat Pierre Dalcher die Auszählungen der einzelnen Gemeinden am Monitor mit. Für ihn ist klar: «Wir sind eine starke Mannschaft.»

Wichtig sei es als Politiker nicht nur direkt vor den Wahlen Wahlkampf zu betreiben, sondern auch unter dem Jahr fleissig Veranstaltungen wie beispielsweise eine Versammlung des Männerchors zu besuchen. Kontakte zu knüpfen sei das Allerwichtigste. Der 18-jährige Andreas Leupi hört ihm gespannt zu. Es ist seine erste Kandidatur für den Kantonsrat. Etwas enttäuscht über sein Resultat sagt er dennoch: «Nun kennen mich die Leute, ich werde es wieder versuchen und habe einiges gelernt für die nächste Kandidatur.»

Verhaltener ist die Stimmung bei der SP, die gemeinsam in der Pizzeria Corona am Bahnhof Schlieren ein Gläschen Wein trinkt und eine Käse-Wurst-Platte schnabuliert. Zwar sind Rosmarie Joss und Rolf Steiner froh, gewählt worden zu sein. Dennoch: Die tiefe Wahlbeteiligung im Kanton und insbesondere in Schlieren und Dietikon gibt zu reden.

Allen Grund zur Freude hat die FDP, die in der Krone Dietikon im Garten feiert. Hier lassen sich die Parteikollegen die Nachmittagssonne aufs Gesicht scheinen und sich fleissig Wein nachschenken. Die drei Gewählten Andreas Geistlich (Schlieren), André Müller (Uitikon), Bea Krebs (Schlieren) sind gefragte Gesprächspartner und lassen sich von allen Seiten beglückwünschen.

Im selben Gebäude hat sich auch die CVP einquartiert. Auch hier ist die Stimmung gut, Josef Wiederkehr ist wiedergewählt. Schnell durchmischen sich die Gäste beider Parteien. Nun, wo der Wahlkampf vorbei ist, lässt es sich wieder problemlos gemeinsam anstossen.