Dietikon
So überstehen Tiere die Hitze: Einige Tipps wie Sie Ihre Schützlinge durch die heissen Tage bringen

Mit diesen Kniffen schützen Sie auch Ihre Vierbeiner vor der brütenden Hitze.

Lydia Lippuner
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Trockenes, heisses Wetter über Wochen: Die hohen Temperaturen machen auch den Haustieren zu schaffen.

Trockenes, heisses Wetter über Wochen: Die hohen Temperaturen machen auch den Haustieren zu schaffen.

KEYSTONE

Menschen drücken sich auf dem Weg dem Schatten entlang, stehen vor die Klimaanlage oder tauchen ins kühle Nass ab. Doch die momentane Hitze macht nicht nur Herr und Frau Schweizer zu schaffen: Auch die Haustiere leiden unter den hohen Temperaturen, besonders weil sie nicht schwitzen und oft ein dickes Fell tragen. Hier einige Tipps wie Sie Ihre kleinen Schützlinge gut durch die heissen Tage bringen.

  • Im Haus bleiben: Die Haustiere wollen ebenso wenig wie Menschen in der brütenden Mittagshitze joggen gehen. Nach Möglichkeit sollten sich die Tierbesitzer mit den Hunden entlang des Wassers bewegen oder den kühlen Wald für die Gassirunde wählen. «Am besten ist es, wenn man morgens früh und abends spät rausgeht, wenn es kühler ist», sagt Petra Drossaart, Tierärztin und Leiterin der Kleintierpraxis am Weg in Dietikon. Denn die Gefahr besteht, dass sich die Tiere auf dem heissen Asphaltboden die Pfoten verbrennen. «In diesem Fall schaffen Socken vor Verbrennungen und Verbrennungssalbe bei Verbrennungen Abhilfe», sagt Drossaart. Der Boden kann sich bereits bei einer Lufttemperatur von 25 Grad auf 52 Grad erhitzen. Katzen hingegen sind ursprünglich Wüstentiere und meist clever genug, nicht in die pralle Sonne zu gehen. Auch kleinere Nager wie Meerschweinchen oder Hasen sowie Vögel sollte man in die Wohnung oder den Keller nehmen und nicht auf dem Balkon oder dem unüberdachten Rasen lassen.
  • Wasser, Wasser, Wasser: Auch wenn die meisten Haustiere nicht schwitzen, sondern nur hecheln, muss im Sommer besonders auf ihren Flüssigkeitshaushalt geachtet werden. Um sie vor dem Austrocknen zu schützen, sollte auf jeden Fall immer eine Trinkmöglichkeit bestehen. Manchmal lohnt es sich, mit Tricks die Tiere zum Wasser zu locken: «Katzen können zum Trinken animiert werden, indem man einige Tropfen Rahm ins Wasser gibt oder eine Wasserschale, die glitzert, verwendet», sagt Drossaart. Das sei, wie wenn die Menschen manchmal keine Lust auf Wasser hätten, aber gerne zu einer Cola greifen. Auch die Futterportionen können zusätzlich mit Wasser angereichert werden.
  • Regelmässige Kontrolle: Besonders die Nager können Krankheiten lange verstecken. Wenn sie Krankheitsanzeichen haben, dann sei es meist zu spät. Deshalb soll man die Tiere jede Woche wägen und umdrehen, so sehe man, ob Augen, Nase oder Anus verklebt sind. Die Besitzer sollten auch auf das Fell Acht geben: Hat das Tier bereits einen riesigen, wollenen Pelz, ist es an der Zeit, zur Schere zu greifen und den wollenen Umhang zu kürzen.
  • Sonnencreme für sensible Tiere:Helle Katzen seien besonders Hautkrebs-gefährdet. «Vor allem bei weissen Katzen sind Ohren und Nasen besonders gefährdete Stellen für die Entstehung von Hautkrebs durch starke UV-Belastung», sagt Drossaart. Auch wenn diese Tiere gerne in der Sonne liegen, könne es in solchen Fällen angebracht sein, sie in den Schatten zu bugsieren. In extremen Fällen kann der Tierhalter auch eine Tier-Sonnencreme auf die betroffenen Stellen streichen.
  • Ausflug ins kühle Nass: Die meisten Hunde schwimmen gerne. «Beim Baden in der heissen Jahreszeit kann es durch die Wärme und die Feuchtigkeit im Fell vor allem bei den Achseln und Innenschenkeln zu Ekzemen kommen», sagt Drossaart. Diese rührten entweder vom Übergewicht der Tiere oder vom algenreichen Wasser her. Ein kurzes Abspritzen beugt dem Ausschlag vor. Katzen kann man die Ohren und den Nacken kühlen. «Der Versuch Katzen zu baden, endet meistens mit einem Nahkampf, auf den man ruhig verzichten kann», sagt Drossaart. Bei Kleintieren kann es gut sein, sie mit den Pfoten ins Wasser zu stellen.
  • Packliste für heisse Tage: «Ich empfehle Kühlmatten oder Kühlgilets, diese bringen den Hunden durchaus eine gewisse Abkühlung», sagt Drossaart. Auf keinen Fall darf die Wasserschale vergessen gehen, diese gehört bei jedem Hundeausflug ins Gepäck. «Selbst bei klimatisierten Autos darf der Besitzer den Hund oder die Katze nie im Auto lassen.» Denn dieses kann sich innert Minuten aufheizen und zu einer Todesfalle für die Vierbeiner werden.