Kantonsratswahlen 2011

So stellen Parteien ihre Listen im Bezirk Dietikon zusammen

11 Sitze im Rat stehen dem Bezirk Dietikon zu

Kantonsrat Zürich

11 Sitze im Rat stehen dem Bezirk Dietikon zu

In fünf Monaten wird im Kanton Zürich gewählt: Die Parteien bringen sich und ihre Kandidatinnen und Kandidaten in Stellung. Im Bezirk Dietikon werden mindestens zehn Parteien mit einer eigenen Kantonsratsliste am 3. April 2011 an den Start gehen.

Das zeigt eine Umfrage der az Limmattaler Zeitung ergeben hat. Auf den Listen, die bereits bekannt sind, tauchen einige bekannte Namen auf – nicht nur aus dem Limmattal selbst. Der Grund dafür ist das Bestreben aller Parteien, in jedem Bezirk mit einer Kantonsratsliste vertreten zu sein, um so das neue Sitzzuteilungsverfahren bei den Kantonsratswahlen möglichst gut zu nutzen. Dies gilt nicht zuletzt für die kleineren Gruppierungen, die bei der Schlussabrechnung auch von jenen Stimmen profitieren, die aus Wahlkreisen stammen, wo sie keinen Sitz erzielt haben.

Nicht überall gleich gut vertreten

Zum Beispiel die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU). Sie stellt derzeit fünf der insgesamt 180Mitglieder im Kantonsrat. Einen Sitz geholt hat die EDU vor vier Jahren in den Wahlkreisen Hinwil, Dielsdorf, Uster, Meilen und Bülach. Spitzenkandidat auf der EDU-Liste im Bezirk Dietikon wird im kommenden Frühjahr ein vergleichsweise bekannter «auswärtiger» Name: Markus Wäfler aus Steinmaur. Der Unterländer sass von 2003 bis 2007 im Nationalrat. Hinter Wäfler werden die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten auf der EDU-Liste im Bezirk Dietikon aus dem Limmattal selber stammen, wie Daniel Suter, Geschäftsführer der EDU Kanton Zürich, auf Anfrage sagte.

Ganz aus «Auswärtigen» wird im Bezirk Dietikon die Kantonsratsliste der neu geschaffenen Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) bestehen. Limmattaler Spitzenkandidat ist nach Auskunft der kantonalen BDP-Wahlleiterin Maja Ziörjen der Zürcher Oberländer Kurt Artho. Die BDP, die Partei von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, sei im Kanton Zürich noch im Aufbau begriffen und deshalb noch nicht in allen Regionen gleich gut vertreten, so Maja Ziörjen. Dies habe sich auf die Listengestaltung ausgewirkt. Für die BDP, die neu ins Zürcher Kantonsparlament einziehen will, sei es aber wichtig, in jedem Wahlkreis vertreten zu sein.

Grünliberale «bezirksorientiert»

Ebenfalls in allen Wahlkreisen antreten werden nach Möglichkeit die Grünliberalen und die Alternative Liste. Die GLP verfügt gegenwärtig über 10 Sitze im Kantonsrat, die AL stellt 2 Mitglieder. Beide Gruppierungen haben vor vier Jahren im Bezirk Dietikon keinen Sitz gemacht. Mit einer eigenen Liste hatten sich 2007 auch die Schweizer Demokraten (SD) im Bezirk an den Kantonsratswahlen beteiligt. Sie sind im Parlament nicht mehr vertreten.

Die Limmattaler Liste der Grünliberalen wird nach Auskunft von Sektionspräsident René Gutknecht (Urdorf) «klar bezirksorientiert» besetzt sein. Sie soll Mitte November feststehen. Die AL Limmattal wird über ihre Liste Anfang Dezember diskutieren, wie der Dietiker Gemeinderat Ernst Joss auf Anfrage sagte. Er war vor vier Jahren Spitzenkandidat und ist derzeit der wohl bekannteste AL-Politiker im Limmattal.

Dem Bezirk stehen elf Sitze zu

Elf Kantonsratssitze werden im Bezirk Dietikon 2011 wieder zu vergeben sein. Vier gingen bei den letzten Wahlen an die SVP, je zwei an FDP und SP, je einer an CVP, EVP und Grüne.

Bei der SVP hören mit Hans Egloff (Aesch) und Rosmarie Frehsner (Dietikon) zwei Bisherige im kommenden Frühjahr auf. Die Liste wird 2011 angeführt von den beiden Bisherigen Hanspeter Haug (Weiningen) und Willy Haderer (Unterengstringen). Dahinter folgen auf den Plätzen 3, 4 und 5 die frühere Oberengstringer Schulpräsidentin Eveline Stählin, der Dietiker Stadtparlamentarier Rochus Burtscher und Bezirksparteipräsident Pierre Dalcher (Schlieren). Die weiteren Plätze belegen: Marc Estermann (Geroldswil), Diego Bonato (Aesch), Thomas Grädel (Schlieren), Daniel Gardavsky (Weiningen), Irene Wiederkehr (Dietikon) und Hansrudolf Keller (Birmensdorf).

Die Liste der FDP wird von den beiden Bisherigen Brigitta Johner (Urdorf) und Barbara Angelsberger (Urdorf) angeführt. Auf Platz 3 steht der junge Geroldswiler Gemeinderat Dominik Tiedt. Auf den weiteren Listenplätzen folgen: Ueli Walt (Uitikon), Bruno Hofer (Dietikon), Andreas Geistlich (Schlieren), Tanja Seiler (Oberengstringen), Stefan Miller (Weiningen), Max Holliger (Aesch), Markus Weiersmüller (Schlieren) und Karin Boog (Oetwil).

Die SP Limmattal hat ihre Liste am vergangenen Dienstag verabschiedet. Angeführt wird sie von den beiden Bisherigen Rolf Steiner (Dietikon) und Rosmarie Joss (Dietikon). Den dritten Listenplatz belegt der Schlieremer Stadtrat Markus Bärtschiger. Danach folgen: Claudia Béguin (Oberengstringen), Martin Stürm (Aesch), Mirjam Hasli (Schlieren), Zeljko Vuksanovic (Dietikon), Nadine Frei (Schlieren), Andreas Herren (Urdorf), Stephan Aeschbacher (Geroldswil) und Käthi Mühlemann (Oberengstringen).

Die Liste der CVP wird angeführt vom Bisherigen Josef Wiederkehr (Dietikon). Auf Platz 2 steht der Birmensdorfer Schulpfleger Martin Missfelder. Dahinter folgen: Cécile Mounoud (Dietikon), Stefan Kunz (Schlieren), Irmgard Struchen, Thomas Bernegger, Rolf Wegmüller, Pius Meier, Monika Zimmermann, Gabi Sommer und René Beck.

Die EVP, die vor vier Jahren im Bezirk neu einen Sitz holte, tritt mit dem Bisherigen Kurt Leuch (Oberengstringen) als Spitzenkandidat an. Auf dem zweiten Listenplatz steht der Dietiker Gemeindeparlamentarier Thomas Wirth. Danach folgen: Ursula Bär-Welti, Marcel Zirngast (Urdorf), Andres Beutter (Dietikon), Sandra Rottensteiner (Urdorf), Robert Welti (Schlieren), Christa Maag (Dietikon), Daniela Wirth (Dietikon), Josef Brunschweiler (Urdorf) und Christiane Ilg-Lutz (Dietikon).

Die Grünen, die 2007 mit dem jungen Lars Gubler (Uitikon) nach längerer Absenz wieder einen Kantonsratssitz eroberten, werden 2011 mit Andreas Wolf als Spitzenkandidat ins Rennen steigen. Der Dietiker rückte vor Kurzem für Gubler in den Kantonsrat nach. Auf Platz 2 steht der Schlieremer Gemeinderat Dominik Ritzmann.

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