Dietikon
So soll das höchste Gebäude im Limmattal aussehen

Das Siegerprojekt für das dereinst höchste Gebäude im Bezirk ist bestimmt. Der «Fountainhead» am Rapidplatz wird sich 80 Meter in die Höhe strecken uns soll zu einem Wahrzeichen für die ganze Region werden.

Bettina HAmilton-Irvine
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Wurde aus sieben Eingaben ausgewählt: Das 80 Meter hohe Siegerprojekt «Fountainhead» am Rapidplatz im Limmatfeld. zvg/Visualialisierung Wurde aus sieben Eingaben ausgewählt: Das 80 Meter hohe Siegerprojekt «Fountainhead» am Rapidplatz im Limmatfeld. zvg/Visualisierung

Wurde aus sieben Eingaben ausgewählt: Das 80 Meter hohe Siegerprojekt «Fountainhead» am Rapidplatz im Limmatfeld. zvg/Visualialisierung Wurde aus sieben Eingaben ausgewählt: Das 80 Meter hohe Siegerprojekt «Fountainhead» am Rapidplatz im Limmatfeld. zvg/Visualisierung

Limmattaler Zeitung

Es war ein Anlass, bei dem reichlich grosse Worte gebraucht wurden. Stadtpräsident Otto Müller sprach von «einem Denken in einer neuen Dimension» und «dem herausragenden Element», Halter Entwicklungsleiter Maik Neuhaus erwähnte die Vision, die nun Realität werde, und Architekt und Jurymitglied Hans Kollhof sprach von «Kraft und Finesse», von einer mit «hochwertigen Eingaben bestückten Konkurrenz» und einem «einmaligen Wahrzeichen».

«Wie ein Pflock»

Doch es sei ihnen vergeben: Immerhin wurde gestern nichts Geringeres als das Siegerprojekt des dereinst höchsten Hochhauses – oder wie Müller sagte, «des ersten richtigen Hochhauses» – im Limmattal vorgestellt. 80 Meter wird es sich in die Höhe strecken und damit die in Dietikon zulässige Limite ausschöpfen.

Nicht nur die euphorischen Worte, sondern auch die grosse Gästeschar – Investoren, Kunden, Presse –, die sich auf Einladung der Firma Halter Entwicklungen, die für das Limmatfeld verantwortlich ist, zur Präsentation eingefunden hatte, zeigte das grosse Interesse am neuen Hochhaus. Und: Es schienen sich alle dar-über einig zu sein, dass der so genannte «Limmat Tower» identifikationsstiftend für ganz Dietikon, ja sogar für das Limmattal sein werde.

Architekt Hans Kollhof, der von Ede Andràskay, Geschäftsführer der Halter Entwicklungen, als einer der «Väter des Limmatfelds» bezeichnet wurde, sprach von einem «Pflock, der hier eingeschlagen wird und der den alten und den neuen Stadtteil auf sichtbare Weise verbinden wird». Ein Hochhaus, das primär einmal «ein Turm» sei, habe eine Signalwirkung, meinte Kollhof, der auch den Gestaltungsplan für das Limmatfeld verfasst hat. «Es prägt eine Stadt, wie das früher die Kirchtürme taten.»

Eine Leuchtturmwirkung

Entworfen wurde das Siegerprojekt, welches mit seiner konzentrischen Fünfeckgeometrie gut ins Layout des Limmatfelds passt, vom Zürcher Architekturbüro Huggenbergerfries. Es bringt ausserdem ein Hotel und eine Altersresidenz in zwei weiteren freistehenden Gebäuden unter. Man habe mit dem Turm zwei Aufgaben erfüllen müssen, sagte Architekt Lukas Huggenberger: Einerseits solle das Hochhaus eine «Leuchtturmwirkung» für das Limmattal haben, anderseits habe die kleinräumliche Wirkung für den Stadtteil stimmen müssen. Es sei jedoch wichtig, so Huggenberger, dass der Turm auch in den Gesamtzusammenhang der Region passe und die Hochhauslücke zwischen Zürich und Baden schliesse. Dabei solle es eigenständig sein, aber andere Türme nicht überstrahlen: «Es tut den Hochhäusern gut, wenn sie untereinander eine Beziehung haben.»

Besonders schön finde er, meinte Stadtpräsident Müller, der bei der Jurierung als Gast anwesend war, dass das Hochhaus weder nach typischem Wohn- noch nach Bürohaus aussehe. Es vereine die beiden Funktionen: «So widerspiegelt es den Grundgedanken des Limmatfelds.»