Birmensdorf
So sieht das neue Primarschulhaus in Birmensdorf aus

Die Gemeinde Birmensdorf ist einer Lösung ihres Platzproblems an der Primaschule einen Schritt nähergekommen. Eine Jury hat das Projekt «Taliesin» zum Sieger gekürt. Gemeindeversammlung befindet voraussichtlich im Juni 2014 über einen Kredit.

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Die Visualisierung des Siegerprojekts «Taliesin» für das Schulhaus Haldenacher. Laut Mitteilung lasse es eine «Lernlandschaft» zu.

Die Visualisierung des Siegerprojekts «Taliesin» für das Schulhaus Haldenacher. Laut Mitteilung lasse es eine «Lernlandschaft» zu.

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Die Primarschulgemeinde Birmensdorf ist einer Lösung ihres Platzproblems einen weiteren Schritt nähergekommen. Eine Jury aus Fachleuten und Vertretern der Primarschule hat das Projekt «Taliesin» des Teams Dürig AG / Kuhn Landschaftsarchitekten GmbH aus Zürich zum Sieger des Architekturwettbewerbs für ein neues Schulhaus im Gebiet Haldenacher gekürt. Dort sollen bis 2017 zehn neue Klassenzimmer und weitere Räumlichkeiten als Ergänzung zum bestehenden Schulraum entstehen.

Aus Korridor wird Lernbereich

Insbesondere die ortsbauliche Einpassung des Neubaus sowie die Berücksichtigung des pädagogischen Konzepts hätten die Jury überzeugt, schreibt die Gemeinde. Durch die «geschickte Anordnung der Schulräume um die Treppenhäuser» können die Korridore als offene Lernbereiche genutzt werden. Dies lasse eine eigentliche Lernlandschaft zu, die «allen Anforderungen an ein zeitgenössisches Schulhaus und einen modernen Unterricht» gerecht werde, schreibt die Primarschulpflege weiter.

Im neuen Schulhaus werden keine Kindergärtner unterrichtet, wie Primarschulpräsident Ernst Brand auf Anfrage mitteilt. «Darin werden Schulzimmer für die Primarschule, Gruppenräume, Lehrerzimmer, ein Musikzimmer und ein Zimmer für die Physiotherapie untergebracht», sagt er.

Das bestehende Schulhaus Linde solle weiterhin dieselben Schulstrukturen beherbergen, wie bisher, so Brand. In den Schulhäusern Letten und Reppisch werden künftig die Kindergärten, weitere Klassenzimmer, Räumlichkeiten für den Werk- und Handarbeitsunterricht und Tagesstrukturen Platz finden. Das Provisorium Kindergarten Reppisch wird dem Neubau weichen müssen.

Lange Zeit war unklar, wie die Primarschule ihrem Platzmangel Herr werden soll. Ursprünglich wollte die Primarschulpflege einen Neubau anstelle des Schulhaus Reppisch erstellen. Der Kanton stellte nach einer Beurteilung aber eine Unterschutzstellung in Aussicht, wenn die Primarschule tatsächlich einen Abriss ins Auge fassen würde. Die Schulpflege suchte deshalb nach Alternativen und fand diese in einem Neubau im Gebiet Haldenacher.

Das Siegerprojekt soll nun bis nun zu einem Vorprojekt ausgearbeitet werden. Dafür sprach die Gemeindeversammlung bereits im Februar 2011 einen entsprechenden Kredit. Im Juni 2014 wird die Gemeindeversammlung voraussichtlich über einen Kredit zur Ausarbeitung des fertigen Bauprojektes befinden können, wie Brand erklärt: «Damit wollen wir das Schulhausprojekt möglichst weit ausarbeiten, sodass wir im Jahr 2015 mit einer ausgereiften Vorlage an die Urne können.» Erteilt das Stimmvolk dem Schulhaus Haldenacher dann ein Ja, so wäre das Platzproblem der Primarschule Birmensdorf vorerst gelöst, wie Brand sagt.

Schrebergärten müssen weichen

Noch ungeklärt ist derzeit, was bei einer allfälligen Realisierung des Schulhauses mit den Schrebergärten im Planungsparameter Haldenacher passiert. «Grundsätzlich wurde allen Pächtern per Ende 2014 gekündigt», sagt Brand. Alternativstandorte seien von der politischen Gemeinde geprüft worden. Man wolle aber vor einem entsprechenden Entscheid zuerst das definitive Bauprojekt abwarten.