Auch Google macht mit

So fliegt es sich durchs Limmattal – das 3D-Modell der Limmatstadt AG steht bereit

Dank des Limmatstadt-3D-Modells lassen sich Limmattaler Zukunftsprojekte erleben – in Zürich wurde es vorgestellt.

Matthias Knuser gibt einen Einblick in das Limmattaler 3D-Modell

Matthias Knuser gibt einen Einblick in das Limmattaler 3D-Modell

Im «Lakeside» beim Zürcher Chinagarten stellte die Limmatstadt AG gestern Nachmittag ihr neues 3D-Modell des Limmattals vor. Wer sich direkt am Bildschirm per Touchscreen durchs Limmattal bewegt oder mit der Spezialbrille sogar fliegt, sieht virtuell, wie sich das Limmattal in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich verändern wird. So ist im 3D-Modell etwa der neue Dietiker Stadtteil Niderfeld fertig gebaut, und im Urdorfer Wirtschaftsraum Nord reckt sich inmitten zahlreicher Neubauten ein Hochhaus in die Höhe. Dies sind die beiden grössten Entwicklungsareale im 3D-Modell.

Aber auch der neue Schlieremer Stadtplatz mit dem einzigartigen Flügeldach ist zu sehen. «Wir werden das 3D-Modell intensiv nutzen für die Zentrumsentwicklung», sagte hierzu der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer. So werden auch weitere Entwicklungen wie etwa die Bauprojekte der Migros-Pensionskasse beim Kesslerplatz ins Modell integriert. Ein Vorteil ist nun insbesondere, dass die Limmattaler Gemeinden ihre Projekte in das 3D-Modell einfliessen lassen können, womit Zeit für zahlreiche Absprachen zwischen den Gemeinden gespart werden soll.

Das Limmattal in die Welt bringen

Das Modell soll aber nicht nur Investoren und Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. «Auch für die Firmenansiedlung ist es nützlich. Wir bringen Schlieren damit in die Wohnstuben der Geschäftsleitungen weltweit. Damit hat das Limmattal einmal mehr einen Vorsprung gegenüber anderen Regionen», sagt Schweizer. Das Modell sei ein typisches Digitalisierungsprojekt, das zeige, wie sich auch das Berufsbild der Standortförderer verändere: «Die Zeit der Hochglanzbroschüren ist vorbei.»

Der Metropolitankonferenz Zürich, von der 150 000 Franken in das Modell flossen, geht es weniger um das Limmattal als vielmehr darum, dass jetzt erstmals in der Schweiz ein solches 3D-Modell vorliegt. Davon werden auch andere Kantone profitieren, wie Walter Schenkel von der Metropolitankonferenz sagte.

Programmiert wurde es von fünf Personen unter der Ägide von Matthias Knuser. Der Geschäftsführer der Raumgleiter AG stellte das Modell gestern an der Svit-Immobilienmesse am Stand der Limmatstadt AG vor. Die Kartendaten sind Originaldaten von Google, die Google exklusiv im Rahmen von Pilotprojekten an sogenannte Trusted Testers zur Bearbeitung freigibt.

Vor Ort unter den vielen Limmattaler Gästen im «Lakeside» war auch Limmatstadt-AG-Geschäftsführerin Jasmina Ritz. Sie sagt, sie habe viel Zuspruch erhalten auf den per 2019 geplanten Zusammenschluss der Limmatstadt AG mit der Standortförderung Limmattal (SFL), der diese Woche bekannt wurde. «Ich erhielt rund 50 Nachrichten, die den gemeinsamen Weg von Wirtschaft und Politik eine super Sache finden», so Ritz.

So sieht es aus, wenn jemand die 3D-Spezialbrille testet

So sieht es aus, wenn jemand die 3D-Spezialbrille testet

David Egger, Chefredaktor der Limmattaler Zeitung, testet die Spezialbrille.

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