Urdorf/Maules
So abenteuerlich lebt es sich im Greyerzerland

Die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Urdorf verbringen ihr Sommerlager im Kanton Freiburg. Ob Kochwettbewerb, Spaghettiplausch oder Cailler-Besuch – langweilig wird es im Greyerzerland nie.

Christian Murer
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Zur Visite der Eltern herrscht Kaiserwetter: Gruppenfoto am Besuchstag vor dem fünf Meter hohen Lagerturm.

Zur Visite der Eltern herrscht Kaiserwetter: Gruppenfoto am Besuchstag vor dem fünf Meter hohen Lagerturm.

Schrill ertönt eine Pfeife über den weiträumigen Lagerplatz oberhalb des 260-Seelen-Dorfes Maules FR unweit von Bulle. Im Nu erscheinen die Urdorfer Pfadis im Esszelt. Sie sind ein kleiner Teil einer weltumspannenden Pfadfinderbewegung mit über vierzig Millionen Mitgliedern.

Erfundene Abenteuer

Die Abenteuer erfinden die Pfadis selbst: Ein Mann im schwarzen Anzug und schlohweissen Lockenhaaren erscheint als Mister Cailler. Seit hundert Jahren stellt sein Unternehmen Schokolade im freiburgischen Greyerzerland her.

Nun kann er dies nicht mehr tun, da ihm die für seine Schokolade benötigte Milch fehlt. Diese Milch bezieht er sonst immer bei den Bauern in der Region. Leider wird diese Milch in letzter Zeit immer ungeniessbarer.

Er bittet die Urdorfer Pfadis, mit ihm den Grund für die schlechte Milch zu finden und auf dem Lagerplatz Forschungslabors einzurichten.

URO-Pfadischar vor dem 5 Meter hohen Lagerturm
17 Bilder
Yasmin Chayenne Cherkaoui
Wochenendkoch Alexander De Lorenzi beim Poukletbraten
Willkommenes Glace im Freibad von Broc
Mirjam Alupa Steiner beim Wetttrinken an der Lagerolympiade
Schokoladenfabrikant Mister Cailler
URO SoLa 2013 in Les Maules am Elternbesuchstag
Sarah Mimus Garea legt das Pfadiversprechen ab
Naechtliche Sing-Einlage
Naegel einschlagen an der Einzelolympiade
Rugelwerfen an der Einzelolympiade
Jose Mort Bacher beim Volleyballspielen
Lagerpraeses Volker Schmitt am Elternbesuchstag
Liegestuetzen beim Eile mit Weile
Der Kuechendienst gehoert ebenso zum Pfadilager
Beim Ablegen des Pfadiversprechens
Allabendliche Gute-Nacht-Geschichte

URO-Pfadischar vor dem 5 Meter hohen Lagerturm

Christian Murer

Besuch bei Cailler

«Milchkrise» heisst denn auch das Lagermotto. Wie ein roter Faden zieht sich diese Geschichte durch die beiden Wochen. So besuchen die Pfadis die Cailler-Schokoladenfabrik in Broc.

Beim Kochwettbewerb am Abend geht es allerdings nicht ums Herstellen von Schokolade. So messen sich zwei Gruppen beim Zubereiten um die besten Älplermagronen. Dies ist bei einem drohenden Gewitter und bei Nieselregen im nahen Wald gar kein leichtes Unterfangen.

Bis nur einmal das Holz gesammelt und das Feuer entfach ist! Doch so gegen 22 Uhr können die «Starköche» ihre hungrigen Mägen schliesslich stillen.

Elterntag Spaghettiplausch

Anderntags messen sich die Sportlichen bei einer Einzelolympiade. Sackhüpfen, Nägel einschlagen, Weitwurf mit einem Holzprügel und möglichst schnelles Austrinken von Teebechern sind die Disziplinen.

Mirjam «Alupa» Steiner und Fabian «Crash» Frei können sich dabei die verdiente Goldmedaille umhängen lassen. In der Waldküche werden die Kochkellen am Wochenende von Peter Leuzinger und seiner Tochter Iris an Alexander De Lorzeni und Patrick Müller übergeben.

Zum Mittagessen gibts am Samstag gebratene Poulets und Kartoffeln. Dann gehts ab ins «Piscine communale de Broc».

In Anbetracht von Hoch «Jasmine» ist dies für alle eine überaus willkommene Abkühlung. Nach dem Käsespätzli-Nachtessen sinniert Pfadipräses Volker «Noja» Schmitt über die acht Punkte «Was Pfadis wollen» und übt mit ihnen das Pfadiversprechen, das sie dann am Elterntag ablegen werden.

Anschliessend spielt die Gruppe ein heiteres «Eile mit Weile» mit Milchtüten und WC-Rollen als Spielfiguren. Der Tag endet mit dem Spiel «Die Werwölfe vom Düsterwald».

Glacé im Dorfrestaurant

Ein strahlend blauer Tag erwartet die Eltern am Sonntag. Gegen dreissig sind zum Besuchstag aufs einmalige Lagergelände gefahren.

Eine Besinnung um die Mittagszeit sowie ein leckerer Spaghettiplausch lassen die Herzen aller höher schlagen.Das Dessert in Form von Glaces verzehren sie dann im Dorfrestaurant in Maules.