Energie
Smart Meter: Erst ein kleiner Teil der Zähler im Kanton Zürich ist intelligent

Im Mai 2010 starteten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich in Dietikon das Pilotprojekt «Smart Meter». Mittlerweile wurden im ganzen Kanton Zürich 27000 Stromzähler installiert. Allerdings übermittelt erst ein kleiner Teil den Stromverbrauch.

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Ein Mitarbeiter installiert ein Smart Meter (Symbolbild)

Ein Mitarbeiter installiert ein Smart Meter (Symbolbild)

Keystone

Alles begann in Dietikon: Dort startete im Mai 2010 das Pilotprojekt «Smart Meter» der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ), an dem bis im Mai 2012 tausend Dietiker Haushalte beteiligt waren.

Seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres haben die EKZ nun im ganzen Kanton 27'000 intelligente Stromzähler - oder eben so genannte Smart Meter - installiert. Allerdings übermitteln erst 1800 dieser Zähler den Stromverbrauch automatisch an den Energieversorger.

Der weitaus grösste Teil der installierten Smart Meter funktioniert noch wie die herkömmlichen Zähler und wird noch immer durch EKZ-Kontrolleure vor Ort abgelesen, wie die EKZ am Mittwoch mitteilten.

Erst wenn bei genügend Kunden eines Quartiers oder einer Ortschaft ein Smart Meter installiert ist, wird die volle Funktionalität aufgeschaltet.

In diesem Fall übermitteln die intelligenten Zähler den EKZ automatisch die Informationen über den täglichen Stromverbrauch ihrer Kunden. Die Verbrauchsdaten werden dabei einmal pro Tag als Total übermittelt.

Erhoben würden nur die betrieblich notwendigen Daten, versichern die EKZ. Die Übermittlung der Daten erfolge anonym über das Niederspannungsnetz. Der EKZ-Smart-Meter lasse keine Rückschlüsse auf das Verbrauchsprofil zu.

Bei voller Aufschaltung der Funktionalität haben die Stromkunden die Möglichkeit, ihren täglichen Stromverbrauch auf der Online-Plattform myEKZ einzusehen. Gleichzeitig können die Verbrauchswerte der letzten Tage, Wochen und Monate mit andern Perioden verglichen werden.

Verbrauchergewohnheiten ändern

Smart Meter sollen dazu beitragen, Potenziale zum Energiesparen zu erkennen und das Verbrauchsverhalten entsprechend anzupassen. Mit der Verlagerung von energieintensiven Anwendungen in die Niedertarifzeit könnten Energiekosten gespart werden, heisst es in der Mitteilung.

Die EKZ hatten sich 2013 für den flächendeckenden Einsatz von Smart Metering entschieden. Seither werden nach und nach die herkömmlichen Stromzähler, die altersbedingt ersetzt werden müssen, durch Smart Meter ausgetauscht.

Das EKZ-Versorgungsgebiet umfasst rund 350'000 Haushalte. Für die vollständige Umrüstung der Zähler wird in den nächsten 15 bis 20 Jahren mit 100 Millionen Franken gerechnet.

Die Einführung von Smart Meter ist der erste Schritt auf dem Weg zum geplanten Smart Grid. Dieses Netz soll den Stromverbrauch selbst steuern, indem es Konsumenten jederzeit über Stromfresser informiert oder gar selber dafür sorgt, dass die Wäsche dann gewaschen wird, wenn genügend Strom vorhanden ist.