Nach der öffentlichen Auflage des Baugesuchs für den Schlieremer Skatepark steht fest: Acht Parteien haben den baurechtlichen Entscheid angefordert und könnten somit Rekurs gegen eine Baubewilligung einlegen. Mit diesen Anwohnern aus dem Zelgli-Quartier hat sich Stadtrat Christian Meier, Ressortvorsteher Werke, Versorgung und Anlagen, letzte Woche zu einem Gespräch getroffen. Er werde einen Kompromiss suchen, damit es keine Rekurse gebe, hatte Meier im Januar angekündigt (Ausgabe vom 21.Januar).

Das Resultat der Aussprache: Es gibt noch keine Einigung, die Gespräche gehen in die nächste Runde. «Wir hätten ein konkretes Angebot von Christian Meier erwartet. Das konnte er aber noch nicht vorweisen», sagt Anwohner Jean-Marc Fischer, der am Treffen teilgenommen hat. Immerhin hätten die Anwohner ihre Forderungen noch einmal deponieren können: ein Musikverbot, kürzere Betriebszeiten vor allem in den Abendstunden und an Sonntagen und ein abschliessbarer Zaun «zur Umsetzung der Betriebszeiten».

Anwohner befürchten Lärm

Meier wird sich an der Stadtratsitzung vom 7.März mit seinen Kollegen beraten, welche Forderungen akzeptiert werden können und wie das weitere Vorgehen sein soll. Danach sei erneut ein Treffen mit den Anwohnern geplant, so Meier. «Die Chance auf einen Kompromiss ist immer noch intakt», sagt er. Auch Jean-Marc Fischer signalisiert Kompromissbereitschaft: «Wir möchten einen Zaun und eingeschränkte Betriebszeiten – aber wir werden nicht um halbe Stunden kämpfen.» Das Ziel sei nicht ein Rekurs, sondern eine tragbare Lösung für das Quartier.

Der Kredit für den Skatepark in der Höhe von 350000Franken wurde vom Gemeinderat im Frühling 2010 gesprochen. Die Eröffnung der Anlage war ursprünglich für Sommer 2011 vorgesehen. Anwohner befürchten eine zusätzliche Lärmbelastung durch Jugendliche, die sich auf der Anlage oder bei ihrem Weg durchs Quartier lautstark unterhalten. Ihre Forderungen – wie die nach einem abschliessbaren Zaun, der die Skateboarder ausserhalb der Betriebszeiten fernhalten sollte – waren von Stadtrat Meier kürzlich als «schwer umsetzbar» bezeichnet worden. Unter anderem bezweifelte er die Wirkung eines Zauns gegen Ruhestörungen, von denen er ohnehin nicht ausgehe.