Die Frauen und Männer in den blauen Westen mit der Aufschrift «SIP Oberengstringen» haben ihre Arbeit getan - zumindest vorerst. Mit dem Ende des Sommers endete in Oberengstringen der Pilotversuch mit Sicherheit Intervention Prävention (SIP) Züri. Nun wurde deren Engagement ausgewertet.

Patrouillen sind gut angekommen

Wie in Dietikon ist man auch in Oberengstringen zufrieden mit dem Pilotbetrieb. «Wir haben in der mit dem Pilotprojekt betrauten Begleitgruppe einen Schlussbericht verfasst und das Engagement der SIP analysiert», sagt Sozialvorsteherin Käthi Mühlemann. Die Zweier-Patrouillen der SIP-Mitarbeiter seien gut angekommen. «Vor allem wurde es geschätzt, dass sie von Anfang an mit den Hauswarten zusammengearbeitet haben», so Mühlemann.

Die wichtigste Erkenntnis des Pilotversuches sei, dass es in Oberengstringen keine offene Szene gebe, die mit harten Drogen handelt, hält Mühlemann fest. Drogenhandel und -konsum waren einer der wichtigsten Gründe für die Gemeinde, die SIP zu engagieren. Ziel war es, die Spielregeln im öffentlichen Raum durchzusetzen. Gemeint war damit, dass der Handel und der Konsum von Drogen rund ums Zentrum und die Schulanlagen nicht mehr länger geduldet werden sollte. «Generell hatten wir einen ruhigen Sommer», so Mühlemann.

Nicht mehr so oft präsent

Die Begleitgruppe ist laut der Sozialvorsteherin deshalb zum Schluss gekommen, dem Gemeinderat eine Weiterführung der SIP-Patrouillen zu beantragen. «Wir möchten das Projekt in einer etwas abgespeckten Version weiterführen. Das heisst, dass die SIP nicht mehr ganz so oft bei uns in der Gemeinde präsent sein wird wie während des Pilotversuches», sagt Mühlemann.