In einem Vierteljahrhundert lässt so einiges an Erfahrung sammeln. Seinen Erfahrungsschatz präsentierte der Dietiker D-Dur-Chor an seinem 25-Jahr-Jubliäums-Konzert «Smile» in der katholischen Kirche St. Agatha. Von Gospel über Filmmusik bis zu Hits war an diesem Sonntag alles dabei. Sänger Roman Schurter moderierte durch das Programm und verriet auch das «Anti-Aging-Geheimnis» des Chors: «Singen hält jung, weil es das Herz lachen lässt». Deshalb gelte das Lied «Smile» aus Charly Chaplins «Modern Times» gleich auch als Motto des Konzerts. Begleitet am Piano von Bernhard Hörler, besang der Chor darin auf Englisch: «Lächle obwohl dein Herz schmerzt. Solange Wolken am Himmel sind, wirst du zurechtkommen. Du wirst herausfinden, dass das Leben lebenswert ist, wenn du einfach nur lächelst».

Der 22-köpfige Chor konnte aber auch anders. Mit dem fröhlichen Lied «Manamana», das aus lauter Fantasiesprache bestand, entliehen die Sängerinnen und Sänger etwas Humor aus der Kinderserie «Sesamstrasse». Mit «Moon River» aus dem Film «Breakfast at Tiffany’s» wurde es dann verträumt. Den 90er-Hit «Don’t Worry, Be Happy» bestritt der Chor genau wie Sänger Bobby McFerrin ohne Instrumentalbegleitung. McFerrin sang damals alles selber. So summte und schnippte der Chor im Hintergrund, während Christoph Barandun, Roman Schurter und Urs Portmann die Solistenstimmen gaben.

Eine Premiere für den D-Dur-Chor war das Singen in acht Stimmen beim Stück «Far Over the Misty Mountains Cold» aus «Herr der Ringe», bei dem Pius Portmann den Solopart übernahm. Die Dirigentin Réka Jaksics, die seit 10 Jahren den Chor leitet, sagte: «Die Sängerinnen und Sänger zeigen Emotionen und haben viel Potenzial. Es besteht eine gegenseitige Liebe zwischen uns. Wir helfen und überraschen einander».

Bekanntlich kennt jede Liebesgeschichte auch eine Vorgeschichte. Der D-Dur-Chor begann als Ad-hoc-Gruppe, die den Gottesdienst in der Kirche St. Agatha mit Musik unterstützte. Heute ist es ein stattlicher Chor, nicht zuletzt auch dank des Zusammenhalts in der Gruppe. «Viele sind seit Anfang an dabei», sagte Sängerin Astrid Bächli. «Einige kennen sich bereits aus Jugendtagen von der Pfadi und vom Blauring. Das schweisst zusammen», ergänzte Chor-Mitglied Alma Portmann. Und trotzdem würden sie sich über neue Stimmen freuen: «Es wäre super, wenn wir noch einige Männerstimmen für Tenor und Bass hätten», sagte Roman Schurter. Nachwuchssorgen kennt der Chor aber nicht. Elf Kinder von Chor-Mitgliedern traten am Konzert mit dem Lied «On écrit sur les murs» auf. Es habe etwas Mut gebraucht, vor so viel Publikum zu singen, so der 12-jährige Florian Portmann.

Viele treue Fans

Den Einsatz des Chors wusste das zahlreich erschienene Publikum zu schätzen. Es gab stehende Ovationen zum Abschluss. «Es hat mir wahnsinnig gut gefallen», sagte die Dietikerin Maria Scherrer, die den Chor seit seiner Gründung kennt. Nur lobende Worte fand auch die Präsidentin der katholischen Kirchenpflege, Maria Spielmann: «Der D-Dur-Chor ist eine Bereicherung für unseren Gottesdienst und für die Gemeinde». Ebenfalls begeistert zeigten sich der designierte Stadtrat Reto Siegrist und seine Frau Pia, Präsidentin der Stadtjugendmusik.