Silvester
Mit Feuerwerk ins neue Jahr: Die Feuerwehr Schlieren wappnet sich für Einsätze

Feuerwerkskörper, Streitlustige und Christbaumbrände: Feuerwehr und Polizei bereiten sich auf eine turbulente Silvesternacht vor.

Celia Büchi
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Von der Schlieremer Feuerwehr bleiben 25 Personen in Schlieren. Zum Beispiel für den Fall, dass ein Feuerwerkskörper einen Brand anrichtet.

Von der Schlieremer Feuerwehr bleiben 25 Personen in Schlieren. Zum Beispiel für den Fall, dass ein Feuerwerkskörper einen Brand anrichtet.

Walter Schwager (Symbolbild)

Jedes Jahr verursachen Feuerwerkskörper in der Silvesternacht Brände. In Schlieren wurden beispielsweise in der Silvesternacht 2019/2020 drei Balkone durch einen Feuerwerkskörper in Brand gesteckt. «Es gehört fast dazu , dass wir in der Silvesternacht davonrennen müssen», sagt der Schlieremer Feuerwehrkommandant Flavio Impusino. Farbige Lichterregen und laute Knaller gehören für viele Menschen dazu, wenn das neue Jahr beginnt. Deshalb werden die Limmattalerinnen und Limmattaler oft nicht nur von «Prost!»-Rufen und guten Wünschen fürs neue Jahr begleitet, sondern auch von Sirenengeheul.

So berichtete TeleZüri über den Balkonbrand in der Silvesternacht 2019/2020 in Schlieren.

Tele Züri

Dementsprechend befinde sich die Feuerwehr Schlieren für die Silvesternacht in grosser Bereitschaft. «Rund 25 Personen bleiben als Pikettdienst sicher in der Gemeinde», sagt Impusino. Das seien zwar nicht mehr als normalerweise, aber für Silvester hätten sie sich besonders abgesichert. Ausserdem seien sie moralisch auf einen Einsatz gut vorbereitet. Das Anstossen lässt sich Impusino vom Erwarten eines wahrscheinlichen Einsatzes aber nicht vermiesen. «Ich geniesse es genau gleich», sagt er.

«Und nach einem Einsatz mit den Kollegen von der Feuerwehr anzustossen, das ist auch sehr schön.»

Nicht nur die Feuerwehr ist auf die Silvesternacht vorbereitet. «Unsere Patrouillen werden unterwegs sein», sagt eine Sprecherin der Kantonspolizei auf Anfrage. «Wir werden auf Meldungen aus der Bevölkerung reagieren und aufgrund eigener Beobachtungen handeln.» Meldungen, wegen denen die Polizei ausrücken muss, sind in der Silvesternacht üblich. Da nicht alle bei einem Glas Prosecco zum Anstossen bleiben, geraten Streitlustige an öffentlichen Orten immer wieder aneinander. So wurde in der Silvesternacht 2019/2020 beim Bahnhof Dietikon eine Person bei einem gewaltsamen Streit leicht verletzt.

Wassereimer bereithalten

Neben Feuerwerkskörpern und gewaltsamen Konflikten stellen auch die täglich trockener werdenden Weihnachtsbäume momentan ein Risiko dar. In Sekundenschnelle können sie lichterloh in Flammen aufgehen. Feuerwehrkommandant Impusino empfiehlt deshalb: «Die Kerzen am Weihnachtsbaum sollten nur mit der gebotenen Vorsicht angezündet werden. Ausserdem sollte ein Wassereimer bereit gehalten werden.» Um allfälligen Bränden in der Stube zuvorzukommen, organisierte der Feuerwehrverein Schlieren in den Jahren 2019 und 2020 ein Weihnachtsbaum-Verbrennen. So sollten die Bäume entsorgt werden, bevor jemand auf die Idee kommen könnte, die Kerzen daran noch einmal anzuzünden. Dieses wie auch schon letztes Jahr musste der Anlass abgesagt werden. Wegen Corona wollten sie eine Menschenansammlung vermeiden, sagt Goran Tupic, Präsident des Feuerwehrvereins Schlieren. Dasselbe gilt dem Vernehmen nach für das Aescher Christbaum-Verbrennen.

2020 hatte das Aescher Christbaumverbrennen noch stattgefunden.

2020 hatte das Aescher Christbaumverbrennen noch stattgefunden.

David Egger

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