Dietikon
Silbern: Nach dem Veto auf gutem Weg

Rund 30 Grundeigentümer haben sich in der Zeit der öffentlichen Auflage vom 23.Juli bis 20.September geäussert, dazu verschiedene Amtsstellen von Kanton und Bund – nun geht es darum, die Vorlage zu bereinigen.

matthias kessler
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Zwischen dem Coop Megastore und den Pestalozzi-Hallen soll dereinst der Silbern-Platz entstehen. mke

Zwischen dem Coop Megastore und den Pestalozzi-Hallen soll dereinst der Silbern-Platz entstehen. mke

Limmattaler Zeitung

Rund 30 Grundeigentümer haben sich in der Zeit der öffentlichen Auflage vom 23.Juli bis 20.September geäussert, dazu verschiedene Amtsstellen von Kanton und Bund – nun geht es darum, die Vorlage zu bereinigen. Dies schreibt der Dietiker Stadtrat in einer Mitteilung zum Gestaltungsplan für das Gebiet Silbern-Lerzen-Stierenmatt (SLS) im Bereich zwischen Bahngleisen, Mutschellenstrasse, Limmat und Kanalstrasse.

Baulinien, Ausnützung, Parkplätze

Nach den Vorstellungen der Stadt und ihrer Planer soll es im einstigen Industriegebiet, auf einer Fläche von 60Hektaren, unter anderem möglich sein, Häuser mit einer Höhe von bis zu 70Metern zu bauen. Dadurch entstünde ebenerdig mehr Raum, beispielsweise für den Silbern-Platz, einen grossen öffentlichen Platz zwischen Coop Megastore und den Pestalozzi-Hallen, oder für eine Allee. Die verkehrsintensiven Verkaufsgeschäfte würden im westlichen Teil konzentriert, im östlichen Teil, nahe zum neuen Stadtteil Limmatfeld, soll vermehrt Wohnen möglich sein (Ausgabe vom 6.August).

Vonseiten der Grundeigentümer seien während der Auflage verschiedene Eingaben eingegangen, darunter solche bezüglich «Baulinien, Ausnützungsziffern und Parkierungssystemen», sagt Stadtpräsident Otto Müller. Man werde diese in den nächsten Wochen gruppieren, sortieren, beurteilen und allenfalls in die Vorlage ans Parlament einarbeiten. Nicht berücksichtigte Anliegen werden in einem separaten Bericht aufgeführt und begründet.

Das Verfahren rund um die Festsetzung eines neuen SLS-Gestaltungsplans war vor Jahresfrist an einem ähnlichen Punkt gestanden. Der Kanton hatte jedoch im Rahmen der Vorprüfung sein Veto eingelegt. Er kritisierte, wie er Ende März dieses Jahres verlauten liess, in erster Linie die Abhängigkeit der Planung von zwei grossen Infrastrukturprojekten, deren Realisierung nicht in der Hand der Stadt selbst liegt – die S-Bahn-Station Silbern einerseits, die kreuzungsfreie Ausfahrt aus dem Gebiet in die Mutschellenstrasse andererseits.

Der nun zur Debatte stehende Gestaltungsplan ist die innert vier Monaten überarbeitete Version des vom Kanton zurückgewiesenen Plans – ohne die beiden Grossvorhaben. Für die Stadt stellt er ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Erreichen der eigentlichen Vision dar; in dieser sind die S-Bahn-Station und eine Lösung im Bereich Mutschellenstrasse weiterhin vorgesehen. Gerade bezüglich Mutschellenstrasse will der Kanton aktiv werden, um der Überlastung Herr zu werden, wie bei der Präsentation der Studie zum Individualverkehr im Limmattal zu vernehmen war (Ausgabe vom 15.September).

Im Herbst 2011 im Parlament?

Stadtpräsident Müller ist dann auch zuversichtlich, dass der Kanton dem Gestaltungsplan dieses Mal das Placet erteilt. Die Verhandlungen mit Bund und Kanton hätten gezeigt, dass man «auf gutem Weg» sei, so Müller. Im Januar 2011 soll der Vorprüfungsbericht des Kantons vorliegen; im Sommer oder Herbst nächsten Jahres könnte dann das Dietiker Parlament über das Geschäft befinden.