Weiningen
Sieben Mitglieder werden gesucht, aber neun Plätze ausgeschrieben

Die von der reformierten Kirchgemeindeversammlung genehmigte Reduktion der Kirchenpflegerzahl führt zu einer speziellen Situation bei den Gesamterneuerungswahlen.

Sandro Zimmerli
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Die reformierte Kirchenpflege Weiningen wird künftig aus sieben Mitgliedern bestehen.

Die reformierte Kirchenpflege Weiningen wird künftig aus sieben Mitgliedern bestehen.

LTA

Acht Geschäfte standen an der Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche Weiningen auf der Traktandenliste. Zwei von ihnen haben direkten Einfluss auf die Gesamterneuerungswahlen der Kirchenpflege vom 30. März. Weil die Stimmberechtigten am Donnerstagabend der Schaffung einer Kirchgemeindeschreiberstelle zugestimmt haben, beantragte die Kirchenpflege im Anschluss eine Reduktion der Kirchenpflegerzahl von neun auf sieben. Das heisst, dass die Kirchengemeindeordnung in diesem Punkt angepasst werden muss.

Dies führt bei den Gesamterneuerungswahlen der Kirchenpflege vom 30. März zu einer speziellen Situation. Weil zum Zeitpunkt des Ausschreibungsverfahrens noch nicht sicher war, ob der Reduktion der Mitgliederzahl der Kirchenpflege zugestimmt wird, musste die wahlleitende Gemeinde Weiningen immer noch davon ausgehen, dass neun Mitglieder gesucht werden.

Sechs Kandidaten vorgeschlagen

Gestern nun wurden die definitiven Wahlvorschläge veröffentlicht. Insgesamt stellen sich sechs Kandidaten zur Wahl. Es sind dies die drei Bisherigen Regula Benz, Simon Plüer und Peter Vögelin sowie die drei Neuen Ursula Böhler-Frei, Sabine Brühwiler-Haab und Anke Hannemann Peter. Plüer kandidiert zudem fürs Präsidium. Gemäss dem Entscheid der Kirchgemeindeversammlung fehlt also noch ein Kandidat, um die neu siebenköpfige Kirchenpflege zu vervollständigen. Dennoch werden die Stimmberechtigten Wahlzettel erhalten, auf denen neben den sechs Kandidaten noch drei Linien frei sind, um also insgesamt neun Kirchenpflegemitglieder aufzuführen.

Der Grund dafür ist rechtlicher Natur, wie Weiningens Gemeindeschreiber Bruno Persano erklärt. «Wir müssen die Abstimmungsunterlagen Anfang März verschicken. Zu diesem Zeitpunkt ist die Rechtskraft der geänderten Kirchgemeindeordnung noch nicht gegeben. Zuerst müssen nämlich sämtliche Rekursfristen sowie der definitive Entscheid des kantonalen Kirchenrates abgewartet werden», so Persano.

Am wahrscheinlichsten scheint zum heutigen Zeitpunkt, dass die sechs Kandidaten im ersten Wahlgang gewählt werden. Ist bis dann auch die neue Kirchgemeindeordnung in Kraft, würde in einem zweiten Wahlgang ein neues Mitglied gesucht, sodass die Kirchenpflege dem Willen der Kirchgemeindeversammlung entsprechend aus sieben Personen besteht.

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