Uitikon

Sieben Kandidaten und sieben Sitze: Die Wähler haben fast keine Wahl

Die Gemeinderatswahlen vom 9. Februar 2014 entfallen, die Zusammensetzung der Exekutive steht bereits jetzt fest. Der 50-jährige Patrik Wolf wird Uitikons neuster Gemeinderat werden, ohne dass eine Stimme für ihn in die Urne geworfen wird.

Uitikon hat ein neues Exekutivmitglied, ohne dass eine Stimme für ihn in die Urne geworfen wurde. Bereits bei den letzten Erneuerungswahlen vor vier Jahren kam es zu keiner Wahl, da sich damals wie heute gleich viele Kandidierende aufstellen liessen, wie es freie Exekutivämter hatte. Der Urnengang am 9. Februar 2014 erübrigt sich, alle Kandidaten sind in stiller Wahl gewählt.

«Wäre es zu einer Kampfwahl gekommen, dann hätte ich Wahlkampf betrieben», sagt Patrik Wolf. Der 50-Jährige ist Uitikons neuster Gemeinderat und Mitglied der FDP. Seit seinem 20. Lebensjahr ist er in der privaten Sicherheitsbranche tätig, zuletzt als stellvertretender Generaldirektor der Protectas SA. Die vermeintliche Übernahme von Barbara Furrers (FDP) frei gewordenem Posten als Sicherheitsvorstand bezeichnet Wolf als eine «sinnvolle Konsequenz».

Öffentlicher Verkehr und Wohnen

Die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit in der Exekutive will er auch bei Uitikons Wohnqualität – «diese darf nicht unter dem Wachstum leiden» – und bei der Anbindung an den öffentlichen Verkehr setzen. Er sagt, dass eine Busverbindung Uitikon–Schlieren sinnvoll wäre.

Alle übrigen bisherigen Gemeinderäte rutschen dank der stillen Wahl ohne Urnengang in die nächste Legislaturperiode. Der alte und neue Gemeindepräsident heisst somit Victor Gähwiler. Der 64-jährige FDP-Politiker ist Direktor der Zürcher Gefängnisse. Seit 1990 ist er im Gemeinderat, seit 1993 als Gemeindepräsident.

Auch Werkvorstand Fredy Lienhard (63) und Finanzvorsteher Markus Hoppler (54) sind erneut im Gremium. Beide sind seit 2002 in der Exekutive. Lienhard ist diplomierter Förster und politisiert in der SVP, Hoppler ist Betriebsökonom und ist Mitglied der Christdemokraten.

RPK steht auch fest

Ebenfalls erneut aufstellen liess sich Susanne Bereuter. Die 50-Jährige ist seit gut fünf Jahren im Uitiker Gemeinderat und waltet als Bauvorsteherin. Sie gehört keiner Partei an. Sozialvorsteherin Carol Hofer (57) tritt die nächste Legislaturperiode ebenfalls an. Sie wird als parteilose Politikerin aufgeführt, wobei sie ihr Amt für die FDP angetreten war. Gesundheitsvorsteher Walter Schelling (31), der für die SVP im Gemeinderat sitzt, wird ebenfalls erneut Einsitz nehmen.

Die Wahl der Rechnungsprüfungskommission (RPK), die auch am 9. Februar hätte stattfinden sollen, entfällt ebenfalls. Auch hier liegt der Grund darin, dass gleich viele Kandidaten antraten, wie Sitze vorhanden sind, es sind deren fünf. Als gewählt gelten der parteilose Christophe Banderet, André Müller (FDP), Adolf Schaffner (parteilos) und Jürg Steffen (FDP). Der bisherige Präsident der RPK ist auch der neue: Patric Martin. An der letzten Gemeindeversammlung bodigte der CVP-Politiker das Ansinnen der Exekutive, den Steuerfuss um drei Prozent zu heben.

Bei der Sozialbehörde kommt es hingegen zu einer Kampfwahl, da sich für die vier freien Sitze sechs Kandidaten interessieren. Diese heissen Ursula Aebi (parteilos, bisher), Felix Kilchsperger (parteilos, bisher), Ursula Tobler (SVP, bisher), Esther Baumann (parteilos, neu), Claire Karrer (parteilos, neu), und Jacqueline Suter (FDP, neu).

Auch über die Besetzung der Kirchenpflege wird am 9. Februar 2014 abgestimmt. Dabei stellen sich für die sieben Sitze nur fünf Personen zur Verfügung. Dies sind die Bisherigen: Hanna Lore Biedermann, Hans Ulrich Kunz, Andreas Messerli, Janine Siegfried und Hansueli Tanner.

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