Oberengstringen

Sie suchen Kontakt zu 400 Jugendlichen

Neu wird die Jugendarbeit von Sandra Jenny (Mitte) geleitet. Unterstützt wird sie dabei vom neuen Jugendarbeiter Lobsang Sara (links) und dem Zivildienstleistenden René Solenthaler. Caroline Leutwiler

Neu wird die Jugendarbeit von Sandra Jenny (Mitte) geleitet. Unterstützt wird sie dabei vom neuen Jugendarbeiter Lobsang Sara (links) und dem Zivildienstleistenden René Solenthaler. Caroline Leutwiler

Die ersten Nutzungszahlen der Jugendarbeit wurden erhoben, Einfluss auf das Programm für das kommende Jahr haben sie jedoch nicht – das Team wird trotzdem mit zwei neuen Gesichtern verstärkt.

Die Oberengstringer Jugendarbeit durchlebt derzeit Veränderungen – aus personeller wie auch strategischer Sicht. Erst Ende August nahm die Jugendkommission die Auswertung der Jugendarbeit zur Kenntnis und lobte die Arbeit der neuen Verantwortlichen Sandra Jenny. Die prominenteste Neuerung ist aber kein neues Angebot für die Oberengstringer Jugend, sondern ein Instrument, das es erlaubt, die Jugendarbeit überhaupt nachzuweisen. Obwohl in den Jahren davor ebenfalls Auswertungen gemacht wurden, bestanden diese viel eher aus Berichten ohne Datenangaben, wie Vanessa Kläusler, Vizepräsidentin der Jugendkommission, auf Anfrage sagt. «Neu erfassen wir beispielsweise die Teilnehmerzahl von Veranstaltungen. Dies gibt uns Anhaltspunkte, welche Angebote bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Anklang stossen und welche nicht», so Kläusler.

Zahlen nicht für die Öffentlichkeit

Neben der Jugendinfostelle, die kürzlich neue Räume im Zentrum Oberengstringen bezog, nutzen die Jugendlichen auch das Jugendzentrum, den dort angesiedelten Streetclub und draussen die aufsuchende Jugendarbeit. Die erhobenen Nutzungszahlen sind aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, wie Kläusler klarstellt. «Sie sollen der Jugendkommission helfen, die Ergebnisse der Jugendarbeit fassbarer zu machen und allenfalls das Angebot anzupassen», sagt sie. Grundlage für diese Auswertung ist das neue Jugendkonzept, welches im vergangenen Jahr unter der damaligen Präsidentin der Sozialbehörde, Käthi Mühlemann (SP), eingeführt wurde.

Auch haben die Erkenntnisse der Auswertung noch keinen Einfluss auf die Jahresplanung für 2015 und 2016, wie Sandra Jenny, Nachfolgerin von Lukas Vogt und neue Leiterin, auf Anfrage sagt: «Ziel ist es, Besucher- und Nutzungszahlen über einen längeren Zeitraum zu sammeln. Zwischen fünf und zehn Jahre sollte dieser umfassen.» Denn in der Jugendarbeit sei die Fluktuation in der Nutzung von Angeboten teils äusserst hoch. «Aktive Jahrgänge machen bei vielem mit, in den folgenden Jahren kann es schon wieder ganz anders aussehen», so Jenny. Das Angebot ist für Jugendliche ab der fünften Primarklasse bis zum 20. Lebensjahr gedacht. Jenny beziffert die Anzahl Oberengstringer, die theoretisch vom Angebot profitieren können, auf rund 400 Jugendliche und junge Erwachsene.

Mittagstisch: drei- anstatt einmal

Die Erhebung des Zahlenmaterials ist für Jenny ein erheblicher Mehraufwand. «An Veranstaltungen zählen wir die Teilnehmer und erfassen dies statistisch. Zudem verfügt das Jugendhaus über ein elektronisches Schliesssystem, sodass die Nutzung durch die DJs, Bands, Tanz- und die verschiedenen Jugendgruppen etwas leichter erfasst werden kann», so Jenny. Neben dem neuen Jugendarbeiter Lobsang Sara, der Jennys ehemalige Stelle besetzt, wird sie vom Zivildienstleistenden René Solenthaler unterstützt. An fünf Tagen pro Woche kümmert sich dieser um verschiedene Aufgaben: Sonntags betreut er jeweils die Jugendlichen in der offenen Turnhalle, begleitet Sara unter der Woche bei der aufsuchenden Jugendarbeit in der Gemeinde und übernimmt verschiedene Hauswartaufgaben. Zudem kocht er am neu drei- anstatt einmal wöchentlich stattfindenden Mittagstisch.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1