Oberengstringen
Sie setzen zusammen einen Gegentrend: Männerchor Engstringen und Zürcher Freizeit-Bühne lockten mit Gesang und Theater

Der Männerchor Engstringen lud am Wochenende zum Theater-Spektakel im Oberengstringer Zentrum. Die Zürcher Freizeit-Bühne rundete das Spektakel mit einem Theaterstück ab.

Ly Vuong
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Am dritten Theater-Spektakel in Oberengstringen gab es Theater und Gesang
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Rita Berner schenkt ihrer Bekanntschaft vom Frauenabend reinen Wein ein
Der betrogene Ehemann Peter Berner (Heinz Jenni) schüttelt die Affäre seiner Frau, Psychiater Ferdinand Sager (Juerg Wuethrich) durch.
Der betrogene Ehemann erfindet kurzerhand eine unsichtbare bildschoene Frau - hier turtelt er gerade mit ihr.
Mit der unsichtbaren erfundenen jungen Dolly bringt Peter Berner sein Umfeld auf die Palme - hier gibt er ihr gerade etwas Kaffee.
Die Nachbarin spielt mit - die unsichtbare Dolly hat sich an ihrem trockenen Schoggikuchen verschluckt und muss zu Boden getragen werden.
Auch Ehefrau Rita Berner (Vreni Jenni) macht nun mit bei der Rettung der unsichtbaren Dolly - und beatmet diese.
Auf Rat des Psychiaters der zugleich auch Ritas Affäre ist - versucht die Ehefrau ihren Mann von der unsichtbaren Schönheit abzulenken. Auf Rat des Psychiaters der zugleich auch Ritas Affaere ist - versucht die Ehefrau ihren Mann von der unsichtbaren Schoenheit abzulenken indem sie mit ihren Reizen spielt
Zum Auftakt sang der Männerchor Engstringen einen Ungarischen Tanz von Johannes Brahm.
Mit pointierten Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedstücken unterhielt Dirigent Gunhard Mattes das Publikum.
Urs Schmid vom Maennerchor moderierte durch den Theater-Spektakel-Abend.
Im Lied "Der alte Marabu" fragt der Chor: "Wozu dückt der alte Marabu das rechte Auge zu?"
... und antwortet gleich selber: "Wer zufrieden leben will drückt oft ein Auge zu."
Die Mitglieder vom Chor verbindet eine Männerfreundschaft, - so wirbt Urs Schmid für neue Mitglieder.
Für eine Zugabe hat der Männerchor nur drei Wochen Lernzeit gebraucht - so kurz wie noch nie - erzählte Dirigent Gunhard Mattes.
Der Männerchor Engstringen unter Dirigent Gunhard Mattes beschworen mit ihrem Gesang viel heimatliche Sehnsucht herauf.
André Bende, Gemeindepräsident von Oberengstringen, hielt eine kurze Grussrede. Solche kulturelle Anlässe, bei denen man sich schön anziehen und in der Gemeinde in den Ausgang gehen kann, seien wichtig.

Am dritten Theater-Spektakel in Oberengstringen gab es Theater und Gesang

Ly Vuong

Anlässe wie das Theater-Spektakel seien wichtig, damit es für die Bevölkerung im Dorf Möglichkeiten gebe, sich zu treffen. Deshalb unterstütze die Kulturkommission der Gemeinde diesen Anlass, sagte der Oberengstringer Gemeindepräsident André Bender in seiner Ansprache. Der Männerchor Engstringen lud am Wochenende zum dritten Mal zum Theater-Spektakel im Oberengstringer Zentrum. Die Zürcher Freizeit-Bühne steuerte dem Anlass einen Einakter bei. Insgesamt 300 Gäste besuchten am Freitag und Samstag den Anlass.

«In den letzten Jahren haben Anlässe von Vereinen dramatisch abgenommen. Das Theater-Spektakel soll einen Gegentrend setzen», sagte der Männerchor-Präsident Paul Burch. Um etwas auf die Beine zu stellen, braucht es Helfer. Urs Schmid vom Männerchor bedankte sich bei den 20 Freiwilligen, die für die Verköstigung sorgten. Zu ihnen zählten auch zwei Gemeinderätinnen aus Unterengstringen: Gesundheitsvorsteherin Doris Muntwyler und Sozialvorsteherin Gisela Biesuz.

Zum Auftakt sang der Chor einen Ungarischen Tanz von Johannes Brahms. Dirigent Gunhard Mattes moderierte mit pointierten Informationen: Der Name «Ungarischer Tanz» sei verwirrend, da die Musik keinerlei ungarische Volksmelodie enthalte. Insgesamt habe Brahms über 20 ungarische Tänze verfasst. «Charlie Chaplin hat für seinen Film ‹Der grosse Diktator› einer von Brahms Tänzen verwendet», so Mattes. Zum Schluss wurde es humoristisch mit «Der alte Marabu» von Heinrich Bröll. «Wozu drückte der alte Marabu das rechte Auge zu?», fragte der Chor und lieferte gleich selber die Antwort: «Wer zufrieden leben will, drückt oft ein Auge zu.»

Kein Auge zugedrückt, hatte der betrogene Ehemann Peter Berner, gespielt von Heinz Jenni, Ehrenpräsident der Zürcher Freizeit-Bühne. Im Theaterstück «... und dann kam Dolly» nahm Ehefrau Rita Berner (Vreni Jenni) eine Bekanntschaft vom Frauenabend – der Psychiater Ferdinand Sager (Jürg Wüthrich) – mit nach Hause. Kurzerhand erfand der betrogene Ehemann eine junge, bildhübsche Dolly. Mit der unsichtbaren Figur machte Berner nicht nur sein Umfeld verrückt. Der Einakter sorgte beim Publikum für einige Lacher.

«Es war beste Unterhaltung», lobte Besucher Kevin Landolt. Die Kombination Essen, Gesang und Theater sei passend. «Das Spektakel zeigte, dass Vereine keine Konkurrenz sind, sondern zusammen Synergien nutzen können». Auch Besucherin Vreni Balzer hat der Abend gefallen: «Die Informationen vom Dirigent fand ich sehr interessant.» Auch die Oberengstringer Schulvorsteherin Elsbeth von Atzingen wertet die Zusammenarbeit von Chor und Theater als eine Win-win-Situation.

Zur Zusammenarbeit der Zürcher Freizeit-Bühne und dem Männerchor Engstringen wäre es vor 80 Jahren schon fast gekommen, wäre 1939 nicht die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, erzählte Heinz Jenni, Ehrenpräsident des Theaters.

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