Ganz regelmässig gucken die kleinen Pflänzchen aus der schwarzen Erde hervor, hier mit blauen Blüten, dort mit gelben und da drüben mit roten. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein frisch bepflanztes Gartenbeet im Frühling, ist in Wahrheit eine Rabatte an der Zürcherstrasse in Dietikon, die eben von Werkhof-Mitarbeitenden mit Winterflor bepflanzt wurde.

Während zweier Tage haben die Männer der Abteilung Gartenbau des Werkhofs die Rabatten und Betonkübel im Zentrum ausgeräumt. Manche Pflanzen kamen ins Werkhofgebäude, wo sie geschützt vor Frost überwintern. Andere, wie die Tulpen, wurden als Zwiebeln in der Erde belassen. Damit die Rabatten auch in der kalten Jahreszeit schön aussehen, wurde nun der Winterflor angepflanzt.

Der stellvertretende Vorarbeiter, Adrian Richli, zeichnet die Pläne für die farbliche Gestaltung selbst. Die Menge an Setzlingen und Knollen, die er für seine Kreationen benötigt, lasse sich nicht genau berechnen. «Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl klappt das aber ganz gut», sagt Richli, der schon seit 34 Jahren beim Werkhof Dietikon arbeitet.

Unmengen von Laub fallen an

Auf die Rabatten und Blumentröge im Stadtzentrum würden die Mitarbeiter des Werkhofs immer wieder angesprochen, sagt Richli. Sie sind der wohl sichtbarste Teil der Arbeit, welche die Männer der Gartenbauabteilung leisten. Daneben sind sie beispielsweise für die Baumpflege oder den Unterhalt der Grünanlagen rund um die Schulhäuser zuständig.

Gerade jetzt im Herbst fällt mit dem Ablauben der Bäume viel Arbeit an: «Pro Herbst sammeln wir vom Gartenbau mit Laubbläser und -sauger rund 30 Tonnen Laub», sagt Richli. Ebenfalls mit den fallenden Blättern zu tun hat Peter Wetli vom Strassenunterhalt. Er fährt die neue Kehrmaschine der Stadt Dietikon - als Einziger. «Den richtigen Umgang mit dieser Maschine hat nur, wer täglich mit ihr zu tun hat», sagt Wetli.

Die zweite Kehrmaschine, die im Einsatz steht, wird ebenfalls nur von einem Mitarbeiter gefahren. Da Wetli bereits vorher eine Maschine des gleichen Herstellers fuhr, kurvt er auch mit der neuen sicher durch die Strassen. Mit der rechten Hand steuert er per Joystick die Bürsten, mit der linken bedient er das Steuerrad sowie das Display. Dank diesem kann er mit Kameraaufnahmen und Anzeigen auch während der Fahrt die ganze Maschine rundum überwachen.

Vielfältige Arbeiten warten

Wie die alte Kehrmaschine, die während acht Jahren täglich im Einsatz stand, wird auch die neue zu jeder Jahreszeit eingesetzt. Jetzt im Herbst falle aber am meisten Arbeit an, bei all dem Laub. «Wenn man nicht täglich aufputzen würde, käme die Maschine bald einmal nicht mehr durch die Laubberge», sagt Wetli. Und fügt an, dass es mit dem Littering im Stadtzentrum genau das Gleiche sei.

Neben dem Einsammeln der bunten Blätter und dem Neubepflanzen der Rabatten fallen in der Herbstzeit noch andere Arbeiten an. Der Leiter des Werkhofs, Lorenz Fränzl, weiss eine ganze Reihe an Tätigkeiten aufzuzählen: Heckenschnitt, Grillplätze überprüfen, Winterdienstgerät bereitstellen, Reparaturen durchführen, Beleuchtung instand halten. «Die Leute ziehen sich mit dem kälteren Wetter vermehrt aus dem öffentlichen Raum zurück», sagt Fränzl. «Wir nutzen diese Zeit, um die Anlagen instand zu halten.»