Bergdietikon
Sie präsentieren ihre Science-Fiction-Masken für die Fasnacht

Eddy und Rita Smania zeigen an der Ausstellung «Die Maske als Kunstobjekt» ihre Maskenskulpturen - inspiriert sind die Werke unter anderem durch den Künstler H.R. Giger.

Meret Michel
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Maskenausstellung in Bergdietikon
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Unverkennbares Vorbild der beiden Maskenbildner ist der Künstler H.R. Giger.
Die Ausstellung «Die Maske als Kunstobjekt» dauert vom 10. Januar bis 21. Februar 2013 im Gemeindehaus Bergdietikon.
Zuerst wird ein Modell des «Grinds» aus Ton gerfertigt, dann mit Gips übergossen.
Eddy Smania macht über 100 Masken pro Jahr.
Maske mit grimmigem Blick.
Unverkennbares Vorbild der beiden Maskenbildner ist der Künstler H.R. Giger.

Maskenausstellung in Bergdietikon

Meret Michel

Der Kopf des «Alien» aus dem gleichnamigen Film ist sicher nicht das Erste, woran man bei einer Fasnachtsmaske denkt. Doch die beiden Maskendesigner Eddy und Rita Smania haben die Verbindung zwischen Fasnachtsmasken und «MysteryArt» zu ihrem Programm gemacht: Der stahlfarbene Schädel mit den giftgrünen Augen oder das Insekt mit Larvenaugen und Fühlern könnten gut einem Science-Fiction-Film entsprungen sein. Unverkennbares Vorbild der beiden Maskenbildner ist der Künstler H.R. Giger. Allerdings haben die beiden gebürtigen Luzerner ihre Masken nicht fürs Kino geschaffen, sondern für die Fasnacht.

Maskenchef durch Zufall

«Grinde» - so nennen die beiden Luzerner ihre Fasnachtsmasken. Schon seit über dreissig Jahren kreieren Eddy und Rita Smania aus Geroldswil Masken für Fasnächtler aus diversen Regionen. Ein Zufall war es, der sie dazu gebracht hat: «Angefangen habe ich damals vor vierzig Jahren in der Guggenmusik ‹Pseudophoniker› in Geroldswil», erzählt Eddy Smania. «Dort dachten sie sich: ‹Der kommt doch aus Luzern, der weiss, wie man Masken macht.› Und promt haben sie mich zum Maskenchef ernannt». Es blieb jedoch nicht dabei - schnell sprach sich der Name der beiden rum, und bis heute erfreuen sich ihre Masken weit über die Grenzen ihres Heimatkantons Luzern hinaus grosser Beliebtheit.

Die Herstellung läuft immer gleich ab: Zunächst fertigt Smania ein Modell des «Grinds» aus Ton, und übergiesst dieses mit Gips. «So erhalte ich ein Negativ der Figur. Für die Maske kleide ich dieses mit Papp aus.» Der Vorteil dieser Technik ist, dass man beliebig viele Masken derselben Form herstellen kann - was bei Masken für Guggenmusiken entscheidend ist.

Jährlich über hundert Masken

Die Skulpturen, wie in der Ausstellung zu sehen sind, fertigten die Künstler aus den Prototypen ihrer Auftragsarbeiten. Dazu verwenden sie hauptsächlich Papier, lediglich für Details wie Zähne verwenden sie teilweise andere Materialien. Die Menge, die die beiden fabrizieren, ist enorm: «Über hundert Masken mache ich pro Jahr, und bis vor kurzem habe ich nebenbei noch gearbeitet», so Smania. Jetzt, da er pensioniert ist, kann sich der Künstler ganz seiner Leidenschaft widmen.

«Die Maske als Kunstobjekt», Ausstellung vom 10. Januar bis 21. Februar 2013 im Gemeindehaus Bergdietikon.