«Schneller, Papi, schneller», jauchzt der Bube hinten im Plastikschlitten. Vorne galoppiert der Vater mit der Leine in der Hand, verzweifelt bemüht, das Gleichgewicht zu halten. Gar nicht so einfach mit normalen Schuhen an den Füssen.

Das Modell «Papi-Kutsche» ist der Renner, egal ob mit Schlitten als Kutsche oder direkt auf dem Hosenboden, mit Eishockeystöcken als Zügel. Ebenfalls beliebt: das «Eisspazieren». Paarweise aneinandergeklammert rutschen die Dietiker zu Dutzenden einmal um das freigegebene Feld, schieben sich vorsichtig über das Eis, einen Fuss vor den andern.

Ein paar Übermütige schlittern mit Anlauf und rudernden Armen über die Fläche, drei Kinder zäpfen mit Eishockeyschlägern dem Puck hinterher. Derweil sind die Zuschauerränge am Ufer gut gefüllt, eine Gruppe reicht eine dampfende Thermosflasche herum.

Überall lachende Menschen

Manche feuern ihre Kinder auf dem Eis an, ein paar ältere Damen erzählen sich freudig ihre Erinnerungen an die Zeit, als sie noch selber auf den Kufen standen. Wo man auch hinschaut, sieht man lachende Menschen. Ein solches Naturschauspiel, so scheints, vermag die Leute mit der anhaltenden Eiseskälte versöhnen.

Eine Wolke verzieht sich, die Sonne strahlt über dem Eisfeld, lässt die vorbeigleitenden Gestalten im Gegenlicht fast schon unwirklich erscheinen. Das ist der richtige Moment für ein Erinnerungsbild fürs Familienalbum, die Sonne im Gesicht, das Eis unter den Füssen. Wer weiss, wann der Marmoriweiher das nächste Mal so dick zufrieren wird.