Dietikon
Sichlete lockt viele Besucher mit Öpfelchüechli und Musik an

An der Sichlete finden die Dietikerinnen und Dietiker alles, was zu einem traditionellen Fest gehört; von der Berner Platte bis hin zu «Öpfelchüechli» und urchiger Musik. Pünktlich zum Erntedankfest organisiert die Trachtengruppe diesen Anlass.

Senada Haralcic
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In der Küche arbeiteten alle Hand in Hand, vom Zwiebelnschälen bis hin zur Bierteig-Zubereitung
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Nicht nur die frische Zubereitung macht die Qualität aus, sondern auch die Tatsache, dass alle Zutaten aus der Region sind
Die Ländlerkapelle „Hans Peter Reichmuth“ spielte mit Leidenschaft und erntete grossen Applaus
Sichlete der Trachtengruppe in Dietikon
Astrid Dätwyler, Initiantin Hilde Baer und der OK-Präsident Mike Grendelmeier (v
An der Sichlete treffen sich alte Bekannte
Wer einen Sitzplatz ergattern wollte, musste genauer hinschauen
Einmal im Jahr ist die Sichlete der Treffpunkt schlechthin
Das Organisationsteam der Sichlete freut sich über den gelungenen Anlass

In der Küche arbeiteten alle Hand in Hand, vom Zwiebelnschälen bis hin zur Bierteig-Zubereitung

Senada Heralcic

Das Rezept für eine gelungene Veranstaltung ist seit 33 Jahren das gleiche und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Inmitten des goldenen Herbstes und pünktlich zum Erntedankfest organisiert die Trachtengruppe Dietikon diesen Anlass mit grossem Engagement.

«Auch dieses Jahr haben wir an die 60 Helferinnen und Helfer, viele davon sind aktive Mitglieder der Trachtengruppe, aber uns greifen auch zahlreiche Bekannte und Freunde unter die Arme, damit wir ein unvergessliches Fest haben», sagt Mike Grendelmeier, der als OK-Präsident alle Hände voll zu tun hatte.

Dennoch konnte Grendelmeier bei der Organisation auf tatkräftige Unterstützung zählen: Astrid Dätwyler, Präsidentin der Trachtengruppe, ist seit vielen Jahren im Organisationsteam dabei und wusste ebenfalls, worauf es bei der Sichlete ankommt: «Viele kennen natürlich unsere kulinarischen Spezialitäten, in der Küche wird alles frisch und vor Ort zubereitet», erzählt Dätwyler und betont, dass die Küche das Herzstück des Fests sei. Ursprünglich lockte die Sichlete zusammen mit der Dietiker Chilbi die Einwohner an. Heute ist das nicht mehr so: «Dass die Sichlete nun ohne Chilbi stattfindet, ändert an der Besucherzahl und der Beliebtheit gar nichts», sagt Grendelmeier. Die Sichlete gehöre zu Dietikon, und bleibe selbstverständlich auch ohne die Chilbi bestehen: «Hier kennen sich alle, es ist der ideale Treffpunkt, und das schätzen die Leute. Deswegen nennen wir es auch gerne das Heimwehfest», fügt Grendelmeier hinzu.

So viele Gäste wie schon lange nicht mehr

Der Saal füllte sich nach und nach, sodass immer wieder zusätzliche Tische und Sitzbänke für die Gäste aufgestellt werden mussten. «So viele Gäste hatten wir schon lange nicht mehr», freute sich die Trachtengruppen-Präsidentin Astrid Dätwyler, während um sie herum fleissig Öpfelchüechli und Kafi-Lutz serviert wurden. Doch die Gäste wurden nicht nur kulinarisch verwöhnt: Einheimische Bands sorgten akustisch für die passende Atmosphäre, Muh-sig aus Bergdietikon und die Ländlerkapelle Hans Peter Reichmuth. Für ein Highlight sorgte aber auch dieses Jahr die Trychlergruppe. Die Männergruppe zog mit ihren Treicheln durch Dietikon, bevor sie im Festzelt auftrat.

Die Sichlete begann vor 33 Jahren: «Wir waren dabei, unser Jubiläumsfest in der Stadthalle zu planen und brauchten mehr Geld», erzählt die Initiantin, Hilde Baer. Die heutige Ehrenpräsidentin erinnert sich gerne zurück, wie sie bei einer Volksabstimmung die Stimmzähler in Dietikon anfragte, ob ein solches Fest Anklang finden würde: «Die rund 150 Stimmzähler haben grösstenteils zugesagt und kamen zu unserem Fest, so konnten wir unser Budget aufstocken und das Jubiläumsfest organisieren.»

Die Sichlete ist ein Heimwehfest, welches am Wochenende pro Tag rund 400 Leute anlockt.