Dietikon
Sicherheitsvorstand Heinz Illi: «Wir müssen so weitermachen»

Dietikons Sicherheitsvorstand Heinz Illi freut sich, dass die Straftaten im Bezirk letztes Jahr zurückgegangen sind. Man dürfe sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Sandro Zimmerli
Merken
Drucken
Teilen
Heinz Illi, Sicherheitsvorstand von Dietikon

Heinz Illi, Sicherheitsvorstand von Dietikon

AZ

Seit bekannt ist, dass sich die Dietiker und Schlieremer Bevölkerung sicher fühlt, sei er «guten Mutes, dass wir mit der Polizei gute Arbeit leisten», sagt Dietikons Sicherheitsvorstand Hein Illi (EVP). Dieser Eindruck werde durch die Kriminalstatistik der Kantonspolizei bestätigt. Sie zeigt, dass im Bezirk Dietikon die erfassten Straftaten 2011 gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent zurückgegangen sind.

Heinz Illi, haben Sie diesen starken Rückgang der Straftaten erwartet?
Heinz Illi: Bei Statistiken ist es schwierig, Prognosen abzugeben. Natürlich haben wir erwartet, dass durch die gute Polizeipräsenz im Bezirk weniger passiert. Wir haben im Polizeiverbund zwischen Dietikon, Schlieren und Urdorf einen Dreischicht-Betrieb. Den Rest deckt die Kantonspolizei ab. Das Resultat freut uns.

Die Zahlen decken sich auch mit den Umfrageergebnissen in Dietikon und Schlieren. 81 Prozent der Dietiker gaben an, sich in der Stadt sicher zu fühlen. In Schlieren liegt dieser Wert tagsüber bei 94 Prozent, in der Nacht bei 56 Prozent.
Die Zahlen der Kantonspolizei widerspiegeln sich in den Umfrageergebnissen. Es hat mich daher nicht erstaunt, dass die Straftaten zurückgegangen sind. Natürlich gibt es immer noch gewisse neuralgische Punkte, die bei den Leuten für Unbehagen sorgen. Die sind uns aber bekannt, beispielsweise der Bahnhof oder die Limmat. Seit ich die Ergebnisse der Sicherheitsumfrage kenne, bin ich guten Mutes, dass wir mit der Polizei im Limmattal gute Arbeit leisten. Darüber dürfen wir glücklich sein, können uns aber nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen. Wir müssen so weitermachen.

Trotzdem gibt es immer wieder Stimmen, die eine höhere Polizeipräsenz fordern. Widerspricht sich das nicht?
Die aktuelle Polizeipräsenz entspricht dem Maximum, das wir mit unseren Polizisten leisten können. Wenn wir die Präsenz erhöhen wollen, müssen wir mehr Polizisten einstellen. Ich kann solche Stimmen zu einem gewissen Grad verstehen. Früher kannte man die Polizisten noch alle beim Namen. Durch die Bevölkerungszunahme ist heute alles unpersönlicher geworden. Das macht gewissen Leuten Angst. Wir haben aber für unser Sicherheitsbedürfnis genug Polizisten.