Oberengstringen
Sicherheitsdienst patrouilliert um Oberengstringenr Schule

Das Areal um das Oberengstringer Schulhaus Goldschmied ist laut Gemeindepräsident André Bender zum nächtlichen Treffpunkt für Jugendliche geworden. Nachdem sich Klagen häuften, lässt die Gemeinde ab sofort einen privaten Sicherheitsdienst patrouillien.

Sandro Zimmerli
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Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma werden auf dem Schulareal Goldschmied-Sunnerai-Halde nach dem Rechten sehen. (Symbolbild)

Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma werden auf dem Schulareal Goldschmied-Sunnerai-Halde nach dem Rechten sehen. (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

«Es ist keine glückliche Situation», sagt Oberengstringens Gemeindepräsident André Bender. Gemeint ist die jüngste Entwicklung um die Schulanlage Goldschmied-Sunnerai-Halde. «Seit einiger Zeit halten sich auf dem Känzeli beim Schulhaus Goldschmied in der Nacht viele Jugendliche auf», so Bender.

Das alleine wäre noch kein Problem, käme es nicht regelmässig zu Klagen von Anwohnern. «Es gab verschiedene Zwischenfälle. Einerseits wird oft Abfall liegen gelassen. Andererseits gab es mit dem Hauswart auch schon verbale Auseinandersetzungen, als er die Jugendlichen auf die Regeln auf der Schulanlage aufmerksam machen wollte», hält der Gemeindepräsident fest. Dieser Zustand sei für die Anwohner nicht mehr tragbar. Deshalb wolle die Gemeinde aktiv werden.

Sicherheitsfirma patrouilliert

Um die Situation möglichst rasch zu verbessern, werden ab sofort vermehrt Kontrollgänge durch eine externe Sicherheitsfirma auf der Anlage durchgeführt. Neu würden mehrere Kontrolleinsätze pro Tag erfolgen. Dies hat der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung entschieden. «In der Gemeinde waren immer wieder die Wache AG im Einsatz, die Rundgänge auf dem Dorfplatz gemacht haben. Diese Kontrollen werden nun auf die Schulanlage ausgedehnt», sagt Bender. Mit dieser Massnahme hoffe man, die Situation beruhigen zu können. «Die Schwierigkeit besteht darin, dass man als Schulhausabwart exponiert ist und auch noch auf der Anlage wohnt», so Bender. Das könne zu unangenehmen Situationen für den Hauswart führen. Deshalb habe sich der Gemeinderat für einen externen Sicherheitsdienst entschieden.

Lange war der Dorfplatz der beliebteste Treffpunkt der Jugendlichen. Auch dort gab es hin und wieder Konflikte, oftmals wegen des Abfalls. Nun scheint sich der Treffpunkt verlagert zu haben. «Wir stellen gewisse Wellenbewegungen fest», so Bender. Die Jugendlichen würden sich immer wieder andere Orte suchen, um gemeinsam die Abende zu verbringen. «Eine Zeit lang trafen sie sich auf der Sportanlage. Derzeit ist es die Schulanlage», hält er fest.