Der Kanton plant derzeit keine zusätzlichen Unfallpräventionsmassnahmen auf der Uitikonerstrasse zwischen Schlieren und Uitikon. «Die Analyse der Verkehrsunfälle der vergangenen fünf Jahre lässt weder eine massgebende Unfallursache noch eine gesonderte Unfallhäufungsstelle erkennen. Eine bestmögliche Erkennbarkeit des Strassenverlaufes ist nach wie vor gewährleistet», schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Anfrage des Schlieremer FDP-Kantonsrates Andreas Geistlich. Die Kantonspolizei werde aber das Verkehrs- und Unfallgeschehen auf der Strecke weiterhin sorgfältig analysieren.

Geistlich wollte vom Regierungsrat unter anderem wissen, wie die Unfallstatistik auf dem Strassenabschnitt, der durch den Wald führt, aussieht und wie sie vom Regierungsrat interpretiert werde. Zudem interessierte ihn, ob aus Sicht des Regierungsrates Handlungsbedarf angezeigt sei, und falls ja, was zur Entschärfung der Situation getan werden müsse. Laut Andreas Geistlich kommt es in der kurvenreichen und abschüssigen Strasse häufig zu Zwischenfällen, oft mit tödlichem Ausgang.

48 Unfälle in letzten fünf Jahren

Wie der Regierungsrat in seiner Antwort weiter schreibt, sei die Uitikonerstrasse aufgrund ihres topografisch besonderen Verlaufs in den 1980er- und 1990er-Jahren in den Fokus von Unfallschwerpunkt-Untersuchungen geraten. Bis ins Jahr 2005 hätte mit mehreren Sanierungsmassnahmen die Zahl der Unfälle stark gesenkt und die jeweilig massgebenden Unfallursachen beseitigt werden können.

«In den letzten fünf Jahren ereigneten sich auf der Uitikonerstrasse insgesamt 48 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle mit zwölf verletzten und zwei getöteten Personen», hält der Regierungsrat fest. In über der Hälfte aller Unfälle sei ein Nichtanpassen der Geschwindigkeit als die Hauptursache festgestellt worden. 19 Unfälle hätten sich bei winterlichen Strassenverhältnissen ereignet. «Die verhältnismässig hohe Anzahl geschädigter Personen ist auf die angrenzende, dichte Bewaldung beziehungsweise die Kollisionen mit Bäumen zurückzuführen», so der Regierungsrat.