Fussballfieber

Shaqiri und Co. begeistern die Limmattaler Jugend – und füllen die Klubs

Spielen die Fussballstars an Meisterschaften, melden sich auch mehr Kinder für die Mitgliedschaft in lokalen Fussballklubs an. Dies bewirkt auch einen akuten Mangel an Trainern.

Morgen gilt es für die Schweizer Nationalmannschaft ernst: Im ersten EM-Spiel gegen Albanien wünschen sich die Fans den Nati-Sieg. Neben den grossen werden auch viele kleine Fans vor den Bildschirmen mitfiebern. Wohl in der Hoffnung, dereinst selbst Tore zu schiessen wie Xherdan Shaqiri oder Breel Embolo. Dazu ist jedoch viel Training nötig. Dass Jungen und Mädchen von grossen Turnieren zu einer Mitgliedschaft im lokalen Fussballclub angespornt werden, merken die Juniorenverantwortlichen der Clubs.

Daniel Wallner, Präsident des FC Uitikon beziffert den Zuwachs bei den Junioren auf zwischen 10 und 20 Kinder, die sich nach internationalen Wettbewerben für eine Mitgliedschaft anmelden. «Die Kinder spielen während Welt- und Europameisterschaften auch mehr Fussball auf den Pausenhöfen und kommen so auf die Idee, dies auch in der Freizeit zu tun», so Wallner. Dabei komme es auch darauf an, wie gut die Schweizer Nati spiele: «Schneidet das Team schlecht ab, ist natürlich auch die Begeisterung geringer.» Derzeit zählt der FC Uitikon rund 160 Junioren, was über den Kapazitäten der Klublokalität liegt. Daher wird die Freizeitanlage Sürenloh derzeit ausgebaut.

Die Warteliste wird länger

Auch Thomas Roth, Präsident des FC Dietikon, stellt einen Zuwachs bei den Anfragen zur Mitgliedschaft nach Grossanlässen fest: «Vor allem bei den G-,F- und E-Junioren, die im Alter zwischen sechs und neun Jahren sind, ist dieser Zuwachs zu verzeichnen», sagt er. So wachse die Warteliste für die Teilnahme an Trainings bei den Junioren auf rund 60 bis 70 Personen an, üblicherweise finden sich darauf rund 40 bis 50 Jungen und Mädchen. Eindrücklich: Aktuell verzeichnet der FCD rund 400 Junioren und Juniorinnen.

Gesucht: Trainer

Reto Keller, Präsident des FC Engstringen, ortet einen Zuwachs von rund 5 bis 10 Prozent bei den jüngeren Junioren. Die Teams seines Klubs sind aktuell schon prall gefüllt, was ihm – denkt er an die kommende Saison nach den Sommerferien – Sorgen bereitet: «Einerseits haben wir sehr wenig Platz zur Verfügung», so Keller. Andererseits sei es immer schwieriger, Trainer zu finden. «Bereits heute fehlen uns zwei Trainer und zwei Assistenztrainer. Nach den Sommerferien wird sich dies noch verschärfen», sagt er. Bereits habe er unter aktiven Fussballern und Ehemaligen des Klubs einen Aufruf gestartet, um die Leute zu einem Einsatz zu motivieren. Bisher erfolglos.

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