Schlieren

Sensationelle Faustballer: Schlieren schlägt sich an die NLB-Spitze

Sie grüssen von der NLB-Spitze. Andrea Fritschi, Swen Aebersold und Severin Holzer (von links) feiern einen weiteren Sieg. Bild. Ruedi Burkart

Sie grüssen von der NLB-Spitze. Andrea Fritschi, Swen Aebersold und Severin Holzer (von links) feiern einen weiteren Sieg. Bild. Ruedi Burkart

Nach vier Runden liegen die Limmattaler Faustballer auf Finalkurs. Das Frauenteam überzeugte am Wochenende jedoch weniger.

Die Worte von Marcel Kunz hallen immer noch nach. «Ein Platz im Mittelfeld der Nationalliga B wäre für mein Team ein gutes Ergebnis», stapelte der Coach der Schlieremer Männer-Truppe vor dem Start in die verkürzte Saison 2020 tief. Und jetzt? Nach vier von total acht Qualifikationsrunden grüssen die Limmattaler als stolzer Leader der Ostgruppe. «Dass wir so gut in die Meisterschaft starten, freut uns natürlich sehr», sagte Vereinspräsident Daniel Laubi am Samstagabend.

Nach Siegen in der Vorwoche gegen Wigoltingen II und Jona II durften die Schlieremer am Samstag auf dem heimischen Rasen antreten. Bei warmen Temperaturen taten sie sich gegen Widnau II in der Startphase schwer, lagen im ersten Satz mit 3:6 zurück und kämpften sich nach einem Timeout zurück. «Wir wussten, dass wir gegen diese Mannschaft geduldig bleiben müssen», resümierte Schlierens Coach Kunz nach der Partie. Seine Spieler taten ihm den Gefallen. So glich Schlieren zum 8:8 aus, gewann den ersten Abschnitt mit 12:10 und war endgültig warmgelaufen. In der Folge zauberte vor allem Schläger Andrea Fritschi den Ball zu sehenswerten Punkten in die gegnerische Platzhälfte. Schlieren gewann die beiden nächsten Sätze und damit die Partie mit 3:0. «Ohne Satzverlust zu gewinnen ist bei dieser Hitze enorm wichtig. So können wir uns für das zweite Spiel schonen», erklärte Kunz.

Jetzt Ferien – und dann der Showdown

Während sich die Schlieremer im Schatten wieder sortieren konnten, lieferten sich auf dem Rasen Widnau II und Rickenbach-Wilen II – der nächste Gegner der Limmattaler – einen regelrechten Abnützungskampf, welcher bei grosser Hitze erst im fünften Satz zugunsten von RiWi entschieden wurde. Gegen ausgelaugte Thurgauer hatten die Schlieremer im Anschluss relativ leichtes Spiel und sicherten sich mit einem 3:1 den vierten Sieg der laufenden Meisterschaft. Mit der Konsequenz, dass sie dank des besseren Satzverhältnisses die Tabelle der Ostgruppe vor dem punktegleichen STV Affeltrangen anführen. Nach der Sommerpause geht die NLB-Meisterschaft am 22. August weiter, die abschliessende Runde steht am 29. August auf dem Programm.

Kann das Team von Marcel Kunz seine beneidenswerte Form über die Ferienzeit retten, ist es ein ganz heisser Kandidat auf den Gruppensieg. Und damit auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Nationalliga A. Beide Gruppensieger der zweigleisigen NLB dürfen gegen die beiden schwächsten NLA-Klubs – aktuell Elgg-Ettenhausen und Walzenhausen – um den Platz in der Beletage des Schweizer Faustballs stechen. Im Fokus der Schlieremer steht nun die Auswärtspartie gegen Affeltrangen am 22. August. Gewinnt Schlieren, ist ein ganz grosser Schritt in Richtung Aufstiegsspiele getan.

Schwer taten sich Schlierens Frauen in den ersten beiden Runden der neuen NLA-Saison. Sie durften am Sonntag ebenfalls auf der heimischen Anlage antreten und mussten das Feld zweimal als Verliererinnen verlassen. Im ersten Spiel zogen sie gegen Elgg mit 1:3 den Kürzeren. «Die Niederlage war nicht zwingend gewesen. Defensiv stand das Team gut, in der Offensive fehlte aber die Durchschlagskraft», resümierte Vereinspräsident Laubi. Schliesslich folgte eine 0:3-Niederlage gegen die grossen Meisterschaftsfavoritinnen aus Diepoldsau. Wie Schlieren steht auch Rebstein noch ohne Punkte da. Das Team, das am grünen Tisch aufgestiegen ist, verlor zweimal mit 0:3. Nach dem ersten Spieltag pausiert der Meisterschaftsbetrieb der Frauen bereits wieder. Weiter gehts am 16. August. Dannzumal treffen die Limmattalerinnen in Neuendorf auf das gestern zweimal siegreiche Jona und im «Kellerduell» auf Rebstein.

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