Dietikon

Seniorenweihnacht: Die Merry Sisters begeisterten 750 Gäste

Die Dietiker Über-70-Jährigen feierten die Seniorenweihnacht in der Stadthalle. Als Höhepunkt trat der Merry-Sisters-Chor auf.

3200 Dietikerinnen und Dietiker über 70 Jahre waren eingeladen, rund 750 sind der Einladung an die Seniorenweihnacht des Dietiker Frauenvereins am Sonntag in die Stadthalle gefolgt.

Der Höhepunkt war der Auftritt des Chors Merry Sisters vom Mutschellen, der von Tobias Bührer am Schlagzeug und der Dietikerin Elisabeth Kolar am Piano begleitet wurde. Die Frauen entführten die volle Stadthalle in vergangene musikalische Zeiten, die heute noch zu begeistern wissen. In rasendem Tempo wechselten sich die Stücke in den Medleys ab.

Von den Beatles wurden unter anderem die Songs «She Loves You», «Let It Be»,und «Ob-La-Di, Ob-La-Da» vorgetragen − mit vollem Körpereinsatz. So spielten manche Frauen begeistert Luftgitarre − und das mit Handtasche am Arm.

Überhaupt war der Auftritt der Merry Sisters von viel Humor geprägt, zum Beispiel als plötzlich ein Pöstler durch die volle Stadthalle radelte. Der Humor wurde zudem scharfsinnig auf den Dietiker Geist zugeschnitten: So kam eine der Sängerinnen zu spät auf die Bühne. Der Grund: die grosse Dietiker Umleitung. Während neben der Bühne die vielen Lichtlein des traditionellen Christbaums leuchteten, sorgten die Merry Sisters auf der Bühne mit Baustellenlampen für eine besinnliche Beleuchtung zu Stücken wie «Que Sera, Sera» von Doris Day, «Mamma Mia» von Abba oder «Oh läck du mir» vom Trio Eugster. «Das war eben noch Musik», waren da die einen oder anderen versucht zu sagen. Doch bleibt festzuhalten, dass die eine Generation nicht besser oder schlechter ist als die andere, sondern eben anders.

Darauf ging Stadtpräsident Roger Bachmann in seiner Rede ein. Beispiel Klimaerwärmung: Es sei unfair, wenn Junge den Älteren die Schuld geben. «Oft sind es die Jungen, die nicht wissen, was Verzicht heisst», sagte Bachmann. Er spielte auf eine Studie zum Thema Foodwaste an. Deren Resultat: Unter- 50-Jährige werfen mehr Lebensmittel fort als Über-50-Jährige. Bachmanns Punkt: Alle Generationen können voneinander lernen. «Die Adventszeit ist die richtige Zeit, um sich Gedanken zu machen, wie wir zusammen vorwärtsgehen und mehr Respekt und Toleranz füreinander aufbringen können.» Während die Grossmutter zum Beispiel dem Enkelkind das Guetzlen beibringen kann, könne sich dieses beispielsweise mit einer Lektion in Sachen Handy-Bedienung ­revanchieren.

Miteinander teilen, statt nur an sich selbst denken

Gedankenanstösse kamen auch von Luzia Räber von der katholischen Kirche, die «Die Versuchung» vortrug, eine Weihnachtsgeschichte, die aufzeigt, dass es für alle Menschen besser ist, wenn sie teilen und nicht nur an sich selbst denken.

Das Schlusswort gehörte Esther Schasse, der Präsidentin des Frauenvereins Dietikon, die einen guten Rutsch ins Jahr 2020 wünschte − mit viel Zuversicht. «Auf dass unsere Baustellen weniger werden», sagte sie.

Möglich machten den Anlass der Frauenverein, rund 70 freiwillige Helfer sowie die finanzielle Unterstützung und der Einsatz der Infrastrukturabteilung der Stadt. Zum Zvieri gab es traditionsgemäss Fleischkäse mit Kartoffelgratin. Zudem wurde zusammen «Stille Nacht, heilige Nacht» gesungen, unterstützt von den Merry Sisters.

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