Schlieren
Senioren-WG trifft den Nerv der Zeit

Die Wohngemeinschaft für Menschen um die 70 schlägt bei den LiZ-Lesern ein wie eine Bombe.

Alex Rudolf
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Tausendfach gelesen, hundertfach gratuliert: die Schlieremer Senioren-WG. aru

Tausendfach gelesen, hundertfach gratuliert: die Schlieremer Senioren-WG. aru

Alex Rudolf

Rund ein Dutzend Anrufer haben sich bei Kurt Bader und seiner Frau Sylvia gemeldet und sie zu ihrer Wohngemeinschaft beglückwünscht: «Auch beim Einkaufen in der Stadt wurden wir von mehreren Personen auf den Zeitungsartikel angesprochen», sagt er. Max Epple ist ob der grossen Resonanz überwältigt. «Sogar eine Bekannte aus Südafrika hat sich bei uns gemeldet und uns gratuliert», sagt er auf Anfrage.

Auslöser war ein Porträt in der gestrigen Ausgabe der Limmattaler Zeitung, in welchem acht Schlieremer Senioren ihre Wohngemeinschaft an der Schulstrasse präsentierten. Seit vergangenem Oktober wohnen Christina und Gery Brun-Caduff, Angiolina und Max Epple, Claire und Werner Brun sowie Sylvia und Kurt Bader zwar in verschiedenen Wohnungen, aber alle unter einem Dach. Im Artikel priesen sie die Vorzüge, welche dieses Zusammenleben bietet – von einfachen Handreichungen bis hin zum «wunderbaren Gefühl, dass immer jemand da ist, der einem nahesteht».

Doch nicht nur die Reaktionen gegenüber den Bewohnern ist überwältigend. Auch online schlug der Artikel ein wie eine Bombe. Über weite Strecken des gestrigen Tages war er der meistgelesene Artikel des «Nordwestschweiz»-Zeitungsverbunds. Auch in den sozialen Medien wurde die Seniorentruppe rege diskutiert, der Artikel hundertfach geteilt, die acht Senioren mit Komplimenten und Glückwünschen überhäuft. «Das ist der richtige Weg. Es sollte mehr dieser WGs geben», schreibt etwa Sonja Bärtschi auf Facebook. Dodo Räss kommentiert, dass auch sie sofort eine Alters-WG gründen würde, eine andere Leserin ergänzt, dass ihr ein solches Projekt ebenfalls seit langem im Kopf herumschwirre. Leserin Susi Gut beschreibt die Initiative der Schlieremer Senioren mit einem simplen «Bravo».