Bergdietikon

Senioren erhalten Unterstützung mit einer Einkaufshilfe

Senioren erhalten Unterstützung beim Einkaufen. (Symbolbild)

Senioren erhalten Unterstützung beim Einkaufen. (Symbolbild)

Da der Dorfladen in Kindhausen geschlossen hat, will die Gemeinde Senioren nun mit einer Einkaufsvermittlung unterstützen. Das Projekt wird erstmalig von Bergdietikon lanciert und beinhaltet freiwillige Helfer, die für Senioren einkaufen gehen.

Seit der Schliessung des Volgs im vergangenen Herbst fehlt im Bergdietiker Weiler Kindhausen eine lokale Einkaufsmöglichkeit.

Die Leidtragenden sind insbesondere ältere Dorfbewohner ohne Auto, die seither für den Einkauf mit dem Bus zum Volg in Bergdietikon fahren müssen.

Dort «müssen sie warten, bis der nächste Bus wieder nach Kindhausen fährt», sagt die Bergdietiker Gemeinderätin Brigitte Diggelmann.

Das sei sehr umständlich und zeitraubend. Tatsächlich dauern mit der bestehenden Busverbindung zwischen Kindhausen und Bergdietikon auch kleinere Besorgungen schnell eine Stunde.

Mit einer Einkaufsvermittlung für Seniorinnen und Senioren möchte Diggelmann, die selber in Kindhausen lebt, dem Problem nun Abhilfe verschaffen. Die Idee: Freiwillige erledigen für ältere Menschen den Einkauf.

Auf der Gemeinde-Homepage hat Diggelmann dazu am Montag einen Aufruf gestartet, der mit einem Anmeldetalon auch in der «Bergdietiker Ziitig» Mitte März veröffentlicht wird: Wer die Einkaufshilfe in Anspruch nehmen oder das Projekt als Freiwilliger unterstützen wolle, solle sich melden.

«Ich vermittle die Kontakte zwischen Freiwilligen und Senioren, die nahe beieinander wohnen.»

Brigitte Diggelmann, die Gemeinderätin von Bergdietikon, möchte Senioren die Alltagsbewältigung erleichtern.

«Ich vermittle die Kontakte zwischen Freiwilligen und Senioren, die nahe beieinander wohnen.»

Nach nur einem Tag hat sie bereits erste Rückmeldungen erhalten. «Zwei junge Frauen haben mir geschrieben, dass sie gerne für Senioren einkaufen würden», freut sich Diggelmann. Die eine sei erst kürzlich in die Gemeinde gezogen und wolle sich an ihrem neuen Wohnort engagieren.

Die Gemeinderätin rechnet damit, dass sich auch bald die ersten Senioren melden werden, die das Hilfsangebot in Anspruch nehmen wollen. «Das Bedürfnis dafür besteht», ist sie überzeugt. Auch, weil die Einkaufsvermittlung nicht nur den Bewohnern Kindhausens, sondern älteren Menschen in der ganzen Gemeinde Bergdietikon zur Verfügung stehen soll.

Sobald es eine Nachfrage nach der Einkaufshilfe gebe, beginne das Projekt, sagt Diggelmann. «Ich vermittle dann die Kontakte zwischen Freiwilligen und Senioren, die nahe beieinander wohnen.» Danach, so Diggelmann, könnten sich die beiden Seiten selbstständig absprechen, wie sie die Einkäufe organisieren wollen.

Laden-Idee fand wenig Anklang

Mit dem Projekt startet der zweite Versuch, den Kindhausern eine Alternative zum Volg zu bieten. Nach der Schliessung wollten drei Einwohnerinnen des Weilers in den leerstehenden Räumen der Volg-Filiale einen kleinen Genossenschaftsladen mit Bistro eröffnen.

Die Idee fand in der Bevölkerung aber zu wenig Anklang, lediglich 70 der rund 500 Haushalte in Kindhausen sicherten den Initiantinnen finanzielle Unterstützung für die Genossenschaft zu. «Das Projekt war ein Versuch wert», sagt Diggelmann. Doch Kindhausen sei vermutlich einfach zu klein, als dass ein Dorfladen rentabel geführt werden könne.

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