Dietikon

Selina Weidenmann spricht über das Seilspringen: «Jeder kennt es, aber es ist viel mehr, als man denkt»

Selina Weidenmann ist im STV Dietikon aktiv.

Selina Weidenmann ist im STV Dietikon aktiv.

Selina Weidenmann ist schon lange vom vielseitigen Rope Skipping begeistert.

Alles fing mit einem Inserat an. In der Zeitung war das Training der Kids-Gruppe des Rope Skipping in Dietikon ausgeschrieben, Selina Weidenmann meldete sich darauf. Über zehn Jahre ist das nun her.

Nun ist die 23-Jährige ein alter Hase in der Sportart. Diesen Sommer wäre sie als Präsidentin des Organisationskomitees für die Organisation der Schweizer Einzelmeisterschaft verantwortlich gewesen. «Für mich ist das super, da ich das gleich mit meinem Studium verbinden kann», sagt sie. Sie studiert Sportmanagement in Chur. Doch der Anlass fiel aus wegen Corona. Nun wird die Meisterschaft im März 2021 in Wettingen nachgeholt.

Bis zur Meisterschaft trainiert Weidenmann beim STV Dietikon nun wieder wie gehabt. Zwar musste sie während des Lockdowns auch ausweichen. «Wir konnten lange nicht trainieren. Wir machten dann einmal in der Woche ein Training über Zoom. Das war vor allem Krafttraining», sagt Weidenmann. Denn in den eigenen vier Wänden sei es schwierig mit dem Springseil. Über die trainingsfreie Zeit habe es aber auch Video-Challenges gegeben. Dabei wurde der STV Dietikon von einem anderen Verein nominiert. «Wir haben gemeinsam ein Video gemacht, indem jeder seine Lieblingssprünge gesprungen ist.»

Selina Weidenmann findet gerade die Bekanntheit am Seilspringen interessant. «Jeder kennt es, aber es ist viel mehr, als man denkt», sagt sie. Denn Rope Skipping kann in ganz verschiedenen Varianten ausgeführt werden. Es gibt Choreografien zu Musik, Programme mit Akrobatikelementen und Geschwindigkeitswettbewerbe. Auch Double Dutch ist eine beliebte Disziplin. Dabei schwingen zwei gegenüberstehende Personen abwechslungsweise zwei Seile, eine oder mehrere Personen springen darüber.

«Die Leute sind von der Vielseitigkeit erstaunt»

«Zuerst wird der Sport meist ein wenig belächelt, dann sind die Leute von der Vielseitigkeit erstaunt.» Weidenmann findet, dass Rope Skipping ihr immer wieder neue Herausforderungen biete. Vor allem in den USA sei der Sport populär. Darum lässt sich Weidenmann gerne von Youtube-Videos aus den USA inspirieren. «Die schauen wir uns an und wir versuchen die Choreografien und Figuren nachzumachen», erklärt sie.

Pro Jahr hat die Rope-Skipping-Gruppe des STV Dietikon drei gesetzte Wettkämpfe. «Wir als Gruppe peilen aber auch Show-Auftritte an», sagt Weidenmann. Die Gruppe sei sehr durchmischt, viele seien schon so lange dabei wie sie. Sie hätten aber trotz der Durchmischung einen guten Zusammenhalt und führten jedes Jahr ein Trainingswochenende durch.

Die Beliebtheit des Sports schwankt. Bei den Kindern sei es ein Auf und Ab. «Ich glaube aber, es wird immer bekannter», sagt Weidenmann. Beim letzten Eidgenössischen Turnfest war das Rope Skipping auf Initiative des Verbandes Rope Skipping Swiss mit einem Showteam mit Vertretern aus der ganzen Deutschschweiz präsent. «Mit solchen Auftritten möchten wir den Sport an die Leute bringen.»

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