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Seit klein auf dabei: Das Amt ist für ihn eine Herzenssache

Harry Schenk, neuer Präsident des FC Birmensdorf: «Wir sind ein Verein und unterstützen einander gegenseitig.»

Harry Schenk, neuer Präsident des FC Birmensdorf: «Wir sind ein Verein und unterstützen einander gegenseitig.»

Der frühere Spieler und Trainer Harry Schenk ist frisch gewählter Präsident beim FC Birmensdorf. Schon seit dem siebten Lebensjahr ist er mit dabei – und jetzt ist er endgültig in den Olymp des Vereins aufgestiegen.

Harry Schenk nippt an seinem Kaffee und lächelt. Eine Woche ist es jetzt her, seit er von der Generalversammlung des FC Birmensdorf zum Präsidenten gewählt worden ist – als Nachfolger von Roger Gemperle, der aus zeitlichen Gründen zurückgetreten ist. Und die Freude über seine neue Aufgabe hält bis heute an.

Was hat ihn bewogen, sich für dieses Amt zu bewerben? «Da mir dieser Verein sehr am Herzen liegt und ich motiviert bin, beim FCB etwas zu bewegen, habe ich mich entschieden, mich als Präsident zur Wahl zu stellen» sagt Schenk.

Der 52-Jährige hat beim FC Birmensdorf so ziemlich alles gemacht, was man sich vorstellen kann. Seit seinem siebten Lebensjahr ist er dem Verein verbunden. Das liegt in der Familie. Denn auch Schenks Vater hatte bereits von 1962 an ein paar Saisons für den FCB gespielt und war danach Juniorentrainer. Ähnlich waren Schenks Anfänge beim FCB: Er hatte einst als Spieler beim Verein begonnen. «Ich war aber nicht so gut», sagt er und lacht.

Hitzfelds Sohn trainiert

Die damalige FCB-Koryphäe Georges Schacher habe ihm daher nahegelegt, doch eher Trainer zu werden. Das tat Schenk dann auch: Er machte zwei Trainerdiplome und wurde Juniorentrainer – für mehr als 25 Jahre. Als solcher hatte er unter anderem den Sohn von Ottmar Hitzfeld unter seiner Fittiche, aber auch die meisten Spieler der aktuellen ersten Mannschaft. Unter Präsident Dieter Müller und zu Beginn von Gemperles Amtszeit war Harry Schenk für zwölf Jahre im Vorstand, bevor er sich zurückzog. «Ich brauchte einfach mal eine Pause», sagt er.

Jetzt, fünf Jahre später, ist er also Präsident geworden. «Wohl das einzige Amt, das ich bei Birmensdorf noch nicht hatte», sagt Schenk. Und der gebürtige Birmensdorfer hat kurz nach seinem Amtsantritt für frischen Wind gesorgt. So hat er mit Simon Gamper einen Sportchef erkoren.

Ein Posten, den der Verein in den letzten Jahren nicht mehr hatte. «Wir brauchen einen Sportchef damit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft eine gute Zusammenarbeit entsteht», so Schenk. «Simon ist schon lange beim FC Birmensdorf und er war mein absoluter Wunschkandidat.»

Ebenso neu: Marketingchef Jean-Claude Luperi. Auch ein Posten, der vorher vakant war. «Jean-Claude war vorher Juniorentrainer», sagt Schenk. «Und damit die Last auf mehr Schultern verteilt wird, habe ich zudem mit François Zinder (Sportliche Koordination, Infrastruktur und Projekte) eine weitere ideale Verstärkung in den Vorstand geholt.»

Der Vorstand soll dafür sorgen, dass der Verein künftig wieder besser wahrgenommen wird – auch im Dorf. «Wir werden künftig an verschiedenen Anlässen dabei sein», sagt Schenk. «Und ich möchte auch wieder ein Clubheft herausbringen.»

Wichtig ist ihm vor allem eines: «Wir sind ein Verein und unterstützen einander gegenseitig.» Das bedeute auch, dass die Spieler in den Mannschaften sich gegenseitig aushelfen.

Hoffnung auf Aufstieg

Sportlich gesehen will Schenk wieder eine Mannschaft in der 3. Liga haben. Derzeit spielen beide Aktivteams in der 4. Liga. «Es ist ungünstig, wenn man zwei Teams in derselben Liga hat», sagt er.

Den Abstieg der ersten Mannschaft im vergangenen Jahr habe ihn eher überrascht: «Ich hatte gedacht, sie könnten die Klasse halten. Aber das junge Team wäre schon in der 3. Liga geblieben, wenn es die Verstärkungen, die es jetzt hat, damals schon gehabt hätte.» Nur mit einheimischen Spielern gehe es dann halt doch nicht.

Immerhin kann die erste Mannschaft jetzt in der 4. Liga überzeugen. Vor Beginn der Rückrunde im März hat sie mit dem dritten Platz in der Tabelle und drei Punkten Rückstand auf Leader Wipkingen intakte Chancen auf den Aufstieg. «Das würde mich als ehemaliger Trainer der Jungs natürlich sehr stolz machen», sagt Schenk.

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