Dietikon

Seit 50 Jahren rollt im Stadthaus Dietikon der Ball

Die Mannschaft 1982. Der blonde junge Mann an zweiter Stelle in der hinteren Reihe ist der heutige Präsident Paul Brunner

Die Mannschaft 1982. Der blonde junge Mann an zweiter Stelle in der hinteren Reihe ist der heutige Präsident Paul Brunner

Die Hobby-Fussballer des FC Stadthaus Dietikon feiern Geburtstag. Den Verein gründeten 1969 Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Geht es im Bezirkshauptort um Fussball, denkt man zuerst an den FC Dietikon. Nur wenige wissen hingegen, dass es einen weiteren Fussballclub in dieser Stadt gibt. Jener der Stadtverwaltung Dietikon. Diesen Samstag feiert der FC Stadthaus Dietikon seinen 50. Geburtstag. Im Gründungsjahr 1969 und den darauffolgenden Jahrzehnten waren die Mitglieder ausschliesslich in der Stadtverwaltung tätig. Das Stadthaus war einst im Gebäude der heutigen Stadtbibliothek Dietikon untergebracht, weshalb die Feier an diesem Ort stattfindet. Siebzig Personen haben sich angemeldet, aber noch bleibt das Programm geheim.
«Wir haben eine Überraschung geplant und essen am Abend gemeinsam im Restaurant Heimat», erzählt Präsident Paul Brunner. Er präsidiert den Verein seit elf Jahren und ist bereits 1982 auf einem Mannschaftsfoto mit der Captainbinde zu sehen. Heute seien die wenigsten Mitglieder noch in der Stadtverwaltung tätig und das gemeinsame Ziel habe sich etwas verschoben. So habe sich der Fussballclub über die Jahre eher zu einem Freizeitverein gewandelt.

Die Mannschaft 2019 trainiert wöchentlich im Berufsbildungszentrum Dietikon.

Die Mannschaft 2019 trainiert wöchentlich im Berufsbildungszentrum Dietikon.

Alte Fotos geben Einblick in die Vereinsgeschichte

Besonders gerne erinnert sich Brunner an frühere Chlausabende: «Wir haben jedes Jahr den Spielern einen lustigen Vers gewidmet», sagt er. Diese Tradition sei zwar irgendwann nicht mehr weitergeführt worden, halte aber nach wie vor witzige Anekdoten bereit. Als Ersatz wurde ein neuer Adventsanlass ins Leben gerufen.
Martin Staubli, ebenfalls früher als Präsident tätig, kramte für das Jubiläum alte Bilder hervor, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. So spielte der FC Stadthaus Dietikon 1973 etwa den ersten Fussballmatsch gegen den FC Pestalozzi. Fritz Bürgi, Marcel Woodtli und Sepp Zimmermann gehören zu den Ehrenmitgliedern.
«Lustigerweise ist unser Verein in früheren Jahren wesentlich besser dokumentiert als heute; diese Tatsache ist mir bei der Recherche aufgefallen», so Staubli. Heute sei er ein aktives Mitglied, stehe aber auf der passiven Seite. «Ich habe 1988 die Lehre in der Stadtverwaltung gemacht und damals gehörte es dazu, im Verein mit dabei zu sein.»

Die Hobbyfussballer treffen sich wöchentlichen

Nach wie vor findet wöchentlichen in der Turnhalle im Berufsbildungszentrum Dietikon ein Training statt. Je später der Mittwochabend wird, desto lauter werden die Ausrufe über Sieg und Niederlage. «Wir sind Spieler zwischen 25 und 61 Jahre alt. Ich persönlich bin reingerutscht, obwohl ich kein Fussballtalent bin», meint Hausi Roth. Als Highlights streichen die Männer organisierte Anlässe unter dem Jahr heraus. So werden etwa das Curling-Turnier und der Romméabend gerne besucht. «Zudem gibt es im Sommer ein dreitägiges Trainingslager mit viel Bewegung, wobei auch dort nicht nur Fussball im Vordergrund steht», sagt Hüseyin Basyurt. Nach dem Training wird dem Restaurant Tomate immer ein Besuch abgestattet. Insgesamt 83 Mitglieder zählt der Club der Hobby-Fussballer heute.

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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