Seit sieben Schuljahren gibt es in Dietikon die geleitete Schule. Bis heute gab es bei den Schulleitungen 14 Wechsel. Für den Stadtrat liegt diese Zahl im normalen Bereich. «Die Fluktuationsrate der Schulleitung entspricht wohl dem Durchschnitt anderer Schulgemeinden im Kanton Zürich», schreibt er in seiner Antwort auf die kleine Anfrage von AL-Gemeinderat Ernst Joss. Es liege in der Natur der Sache, dass es vereinzelt zwischen der strategischen Ausrichtung der Schule und den Vorstellungen einer Schulleitung zu unterschiedlichen Auffassungen kommen könne, so der Stadtrat. In den Dietiker Schulen gäbe es keine aussergewöhnlichen Probleme.

Joss wollte vom Stadtrat wissen, wie sich die Zahl der Wechsel in den Schulleitungen zum kantonalen Durchschnitt verhält. Weiter interessierte es ihn, ob Probleme in Dietiker Schulen zu den Wechseln führten.

Laut Stadtrat liegt die im Kanton Zürich erhobene Fluktuationsrate für das Jahr 2014 bei 14 Prozent. Die Verantwortlichen des kantonalen Volksschulamts hätten in einem persönlichen Gespräch eingeräumt, dass die Wechselrate im Kanton seit Einführung der Schulleitung durchaus höher gewesen sein dürfte. Gründe dafür seien beispielsweise die Vorstellungen der ehemaligen Lehrpersonen, die nicht immer mit der Führungsrealität der Schulleiter kompatibel waren. Ausserdem sei in allen geleiteten Schulen des Kantons Zürich die Belastung ein Hauptthema.

Persönliche Gründe für Wechsel

In Dietikon seien die Beweggründe für die Wechsel unterschiedlich gewesen, so der Stadtrat. «Teilweise waren es persönliche Gründe, wie der Wunsch, in den Lehrerberuf zurückzukehren oder sich beruflich neu zu orientieren», schreibt er. Des Weiteren gab es einen Übertritt zum Kanton und eine Übernahme einer Führungsfunktion in der Wirtschaft. «Von den aktuellen vier Wechseln erfolgten zwei aus persönlichen Gründen, einer aufgrund eines Karriereschrittes und in einem Fall wegen Divergenzen», so der Stadtrat weiter. Diese hätten sich aufgrund der Ausrichtung der Gesamtschule Dietikon ergeben. Mit vier Wechseln seit 2008 führt das Luberzen die Liste an. Das Schlusslicht bilden die Schuleinheiten Wolfsmatt und Fondli mit je zwei Wechseln in den letzten sieben Jahren.

Kantonal soll die Rate sinken

«Der Kanton hat den Handlungsbedarf erkannt», schreibt der Stadtrat weiter. Derzeit sollen auf Kantonsebene die Schulleitungsressourcen für das Schuljahr 2015/2016 überarbeitet werden. Ausserdem soll der Berufsauftrag der Schulleiter präziser formuliert werden. Das Volksschulamt gehe davon aus, dass der kantonale Durchschnitt von 14 Prozent im Laufe der Jahre wieder sinken werde.