Urdorf
Sein Spendenaufruf hat bisher wenig Echo ausgelöst

Der Urdorfer Primarlehrer Toni Blaser klingt ein wenig enttäuscht am Telefon. Das von ihm eröffnete Spendenkonto zur freiwilligen Weitergabe des Glencore-Profits weist per Ende April einen Stand von 7504 Franken auf.

Sebastian Schanzer
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Toni Blaser will Glencore-Millionen umverteilen

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Zur Verfügung gestellt

Den 30 grosszügigen Spendern ist Blaser dankbar. Erhofft hatte er sich indes mehr von seinem Spendenaufruf.

Im Rahmen des letztjährigen kantonalen Finanzausgleichs erhielt die Gemeinde Urdorf rund 2,5 Millionen Franken. Durch den Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore hatte der Kanton Zürich nämlich Steuern in der Höhe von 200 Millionen Franken eingenommen und 160 Millionen davon unter den Gemeinden verteilt.

«Auf Kosten von Drittweltländern»

«Der Konzern Glencore erwirtschaftet seinen Profit auf Kosten von Drittweltländern. Es wäre schön, wenn wir wenigstens einen Teil davon wieder zurückgeben könnten», sagt Blaser. Bis Ende Jahr kann noch auf das Konto eingezahlt werden.

Die erhaltenen Spenden werden Ende Jahr zu gleichen Teilen drei Urdorfer Organisationen übergeben, die sich für Gebiete in der Dritten Welt einsetzen.

Es handelt sich dabei um den Limmattaler Zweistundenlauf, das Projekt «Siaya Kenia Kinder Verein» von Rolf Hotz und den Weltladen in Urdorf. «Eigentlich hätte ich mir erhofft, Ende Jahr den drei Urdorfer Institutionen je einen fünfstelligen Betrag überweisen zu können», sagt Blaser.

Konto Verein «Freiwillige Weitergabe des Glencore-Profits» auf folgendes Konto:

IBAN CH56 0070 0110 0048 2370 4