Schlieren
«Seht, es tut so gut»: Rolf Wegmüller forderte die Zuhörer auf, sich gegenseitig die Hand zu geben

Gemeinderatspräsident Rolf Wegmüller wünschte sich in seiner Festrede ein Volk, das seine humanitäre Tradition nicht vergisst.

Fabienne Eisenring
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Schlieremer Bundesfeier 1.8.2018
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Das Publikum hatte sich bei prächtiger Abendstimmung auf dem Festplatz im Fluegarten eingefunden.
Die Schlieremer zeigten sich kreativ: Statt des traditionellen Höhenfeuers gab es eine Wasserfontäne.
Festredner Rolf Wegmüller pumpt das Wasser für die Fontäne aus einem Planschbecken.

Schlieremer Bundesfeier 1.8.2018

Dr. Michael Eisenring;Fabienne E

An der Schlieremer Bundesfeier stand dieses Jahr nur der Himmel in Flammen. Bei prächtigem Abendrot hatten sich die Besucherinnen und Besucher auf dem Festplatz im Fluegarten versammelt. Statt des Höhenfeuers sprühte ein Springbrunnen Fontänen in den Himmel. Das Gelände zierten Fahnen in Rot-Weiss. Besonders prominent: jene am Rednerpult von Gemeinderatspräsident Rolf Wegmüller (CVP). Passenderweise räumte er der Schweizer Fahne auch viel Platz in seiner Rede ein.

Wegmüller begann mit «einer Reise in die Geschichte». Ganz früher seien die Schwyzer noch mit gänzlich roten Bannern in die Schlacht gezogen, erzählte er. Nach 1848 habe sich das weisse Kreuz auf rotem Grund nach und nach in der ganzen Schweiz als Fahne und Symbol der nationalen Identität durchsetzen können.

Mehr Frieden und Zufriedenheit

Dann kam er auf den Doppeladler zu sprechen. Das nationale Symbol Albaniens war während der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland Mittelpunkt einer schweizweiten Debatte über die Doppelbürgerschaft. Eigentlich sei es ja schön, dass die Symbolik von Kreuz und Adler nichts von ihrer Bedeutung verloren habe. «Es ist aber bedenklich, dass einige daraus fast Staatskrisen machen.»

Anschliessend ging Wegmüller auf die Verantwortung der Schweiz ein. Mit Bezug auf die Flüchtlingskrise sagte er: «Wir dürfen uns diesen Menschen nicht verschliessen.» Genauso wenig dürfe man vergessen, dass es «mitten unter uns» solche gebe, die Hilfe benötigen. Er wünsche sich deshalb mehr Frieden und Zufriedenheit. Dann forderte er die Zuhörer auf, sich gegenseitig die Hand zu geben. Dem kam man schmunzelnd nach. «Seht, es tut so gut», meinte Wegmüller.

Seine Rede schloss er mit einem Appell: «Ich wünsche mir ein Volk, das stolz ist auf sein Heimatland, das nicht vergisst, was es stark gemacht hat. Ein Volk, das weiss, dass es besser ist, zusammen einem Ziel entgegenzutreten als alleine gegen Windmühlen zu kämpfen.»

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