Dietikon
Sechs Lokale verkauften illegal Bier — Testkäufe zeigen verbesserte Situation

Alkohol- und Tabaktestkäufe in Dietikon zeigen, dass sich die Situation verbessert. Das Blaue Kreuz hatte im Auftrag der Stadt Dietikon die 45 Betriebe überprüft.

Joël Decurtins
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Die Testkäufe würden in unregelmässigen Abständen wiederholt, sagt Heinz Illi (EVP), Sicherheits- und Gesundheitsvorstand der Stadt Dietikon. (Themenbild)

Die Testkäufe würden in unregelmässigen Abständen wiederholt, sagt Heinz Illi (EVP), Sicherheits- und Gesundheitsvorstand der Stadt Dietikon. (Themenbild)

Keystone

In 45 Dietiker Betrieben wurden vom 16. November bis zum 6. Dezember 2019 Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Beim Verkauf von Spirituosen hielten sich 94 Prozent der Betriebe an die Jugendschutzbestimmungen, sie verkauften nicht an Minderjährige. Beim Tabak hielten sich 90 Prozent und beim Bier 87 Prozent der Verkaufsstellen an die Regeln. Das heisst: 13 Prozent respektive sechs Betriebe verkauften Bier an Unter-16-Jährige.

Das Blaue Kreuz hatte im Auftrag der Stadt Dietikon die 45 Betriebe überprüft. Die Testkäufe würden in unregelmässigen Abständen wiederholt, sagt Heinz Illi (EVP), Sicherheits- und Gesundheitsvorstand der Stadt Dietikon. Grundsätzlich sei das einmal im Jahr der Fall. 2018 fanden keine solchen Testverkäufe statt. Die letzte solche Kontrolle hatte im Februar 2017 stattgefunden. Vergleicht man die Zahlen von damals mit den neuen Zahlen, zeigt sich, dass 2019 mehr Betriebe die Regeln eingehalten haben. 2017 hatten sich beim Verkauf von Spirituosen und Tabak 81 Prozent und beim Verkauf von Bier nur 72 Prozent der Verkaufsstellen gesetzeskonform verhalten.

Heinz Illi (EVP) Dietiker Sicherheitsvorstand Einweihungsfeier des neuen Ausbildungsgebäudes der Kantonspolizei auf dem Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf. Fotografiert am 16. Dezember 2019. Im Bild: Heinz Illi, Stadtrat Dietikon EVP

Heinz Illi (EVP) Dietiker Sicherheitsvorstand Einweihungsfeier des neuen Ausbildungsgebäudes der Kantonspolizei auf dem Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf. Fotografiert am 16. Dezember 2019. Im Bild: Heinz Illi, Stadtrat Dietikon EVP

Sandra Ardizzone
Für die Leute, die ein Patent erhalten, bieten wir eine Schulung an.

(Quelle: Heinz Illi (EVP) Dietiker Sicherheitsvorstand)

Illi sagt zu den verbesserten Zahlen: «Wir versuchen, mit den Betrieben in Kontakt zu bleiben. Für die Leute, die ein Patent erhalten, bieten wir eine Schulung an.» Ziel sei es aber, dass sich alle an die Bestimmungen halten. Bei einem Verstoss würde man den Betreiber zuerst ermahnen. Danach können die Betriebe mit Kontrollgebühren von 300 bis 350 Franken gebüsst werden. Illi sagt dazu: «Das nützt oft sehr viel. Wir mussten noch nie weiter als die Kontrollgebühr gehen. In einem weiteren Schritt kann aber zum Beispiel das Patent entzogen werden.»

Auch in Oberengstringen wurde ein Regelverstoss festgestellt

In Oberengstringen werden im Auftrag der Jugendkommission jeweils übers Jahr verteilt Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Für 2019 zieht die Jugendkommission eine positive Bilanz, wie sie mitteilt. Bei allen Testkäufen in den Oberengstringer Verkaufsstellen – darunter Restaurants, Tankstellenshops und Kioske – wurde nur in einem Fall ein Regelverstoss festgestellt. Weiter heisst es in der Mitteilung, dass mit dem fehlbaren Betrieb das Gespräch gesucht worden sei. Zudem erhielt er einen Brief von der Gemeinde, in dem auf die Bestimmungen des Jugendschutzes und drohende Konsequenzen bei weiteren Missachtungen hingewiesen wurde. (flo)