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Sechs Gemeinden und Städte unterstützen die Limmatstadt – ein Überblick

10. Schlierefäscht, Eröffnung erste Limmattalbahn-Etappe und 20 Jahre Wirtschaftspodium: Die Standortförderung erwartet ein Jahr mit vielen Höhepunkten.

Nachdem auf Ende Jahr der Verein Standortförderung aufgelöst wurde, übernimmt die Limmatstadt AG dessen Funktion. Sie steht deshalb nicht mehr nur Unternehmen und Privatpersonen offen; sie hat ein spezifisches Angebot für Städte und Gemeinden geschaffen.

Die meisten Gemeinden hätten sich für ein Engagement ausgesprochen, zieht Limmatstadt-Geschäftsführerin Jasmina Ritz eine erste Bilanz. So unterzeichneten in den vergangenen Wochen Dietikon, Schlieren, Urdorf, Geroldswil, Weiningen und Uitikon die neuen, per 2019 wirksamen Leistungsvereinbarungen.

Die neu ausgerichtete Standortförderung sei damit breit abgestützt, sagt Ritz. Zu den über 100 Aktionären aus Wirtschaft und Bevölkerung würden sich nun die Gemeinden gesellen: «So zieht die Region – die Wirtschaft und die öffentliche Hand – gemeinsam an einem Strick.»

Für das Angebot bezahlen die teilnehmenden Gemeinden Beiträge pro Einwohner und pro Arbeitsplatz. Die Ansätze bleiben im Vergleich zur vorherigen Vereinslösung mit 1.20 Franken beziehungsweise 0.80 Franken unverändert. Insgesamt werfen die sechs Gemeinden damit jährlich rund 100 000 Franken für die überkommunale Standortförderung auf.

«Unter dem Strich bekommen die Gemeinden für denselben Betrag mehr», hält Ritz fest. So stünden bei der Limmatstadt AG 140 Stellenprozente zur Verfügung, vorher seien es 50 Prozent gewesen. Zudem umfasse der Wirkungsgrad neu das gesamte Limmattal, und es kämen auch zusätzliche Plattformen und Kanäle wie das Magazin «36km» hinzu.

Verschiedene Leistungen

Die zwischen den Gemeinden und der Limmatstadt AG geschlossenen Leistungsvereinbarungen sehen einerseits eine Art Grundangebot – etwa Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit – vor, umfassen andererseits aber auch spezifische Leistungen.

So verwies der Stadtrat von Schlieren in seinem Beschluss darauf, dass er einen «auf die Stadt abgestimmten Leistungskatalog» ausgehandelt hat. Dieser umfasse etwa, dass Schlieren an Veranstaltungen und Messen über die Region hinaus präsent sei und dass Immobilienangebote aus der Stadt angepriesen werden. Zudem seien die bisherigen Aufgaben des Vereins Standortförderung integraler Bestandteil.

Es machen aber nicht alle Gemeinden mit: So sind etwa Oberengstringen und Oetwil, die beide noch Mitglieder im aufgelösten Verein waren, in der neuen Organisation nicht mehr dabei. Mit den Vertretern von Oetwil hatte die Limmatstadt AG im vergangenen Jahr keinen Termin finden können, wie Ritz erklärt.

Ihnen wird die Organisation nun im März die Dienstleistungen präsentieren. Oberengstringen hat hingegen für 2019 definitiv abgewinkt. Im Hinblick auf 2020 bleibe man aber in Kontakt, sagt Netzwerkerin Ritz.

Neu bekunde hingegen die Gemeinde Unterengstringen, die aus dem Verein ausgetreten war, Interesse an einer Kooperation, sagt die Geschäftsführerin der Limmatstadt AG. Ein definitiver Entscheid sei zwar noch nicht gefallen. Ritz erwartet ihn aber demnächst.

Die etwas an der Peripherie des Limmattals liegenden Aesch und Birmensdorf waren bislang bei der überkommunalen Standortförderung nicht dabei. Dies bleibt auch vorderhand so.
Die beiden Gemeinden haben laut Ritz aber Interesse an einem Projekt gezeigt: Auf 2020 soll das Grundangebot über die Zürcher Planungsgruppe (ZPL) mit einem Sockelbeitrag finanziert werden.

Indem so über die ZPL alle Gemeinden beteiligt sind, könne «eine möglichst breite Abstützung und damit maximale Wirkung der regionalen Standortförderung» erreicht werden, hatte unter anderem der Geroldswiler Gemeinderat in seinem Beschluss festgehalten. Darüber hinausgehende Leistungen können die Städte und Gemeinden individuell vereinbaren.

Sprung über Kantonsgrenze

Die bisherigen Reaktionen zeigen für Ritz, «dass die Gemeinden die Chancen, die sich mit der Neuausrichtung der Standortförderung im Limmattal ergeben, erkannt haben». Die Organisation setzt nun zum Sprung über die Kantonsgrenze ins Aargauische an. Noch im Januar wird sich die Limmatstadt in Bergdietikon vorstellen.

Im laufenden Jahr stehen viele weitere Termine an: Als Höhepunkte für die Region zählt Ritz unter anderem die Eröffnung der ersten Limmattalbahn-Etappe, das zehnte Schlierefäscht und das 20-Jahr-Jubiläum des Wirtschaftspodiums auf. Und bereits Ende März könne sich das Limmattal an der SVIT-Immobilienmesse im Zürcher Lake Side «modern und zukunftsorientiert» zeigen.

Die Limmatstadt AG wurde 2014 auf Initiative der Halter AG gegründet und verfolgt eine ganzheitliche Sicht auf den eng verflochtenen Lebens- und Wirtschaftsraum zwischen Zürich und Baden-Brugg.

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