Sportanlässe

Schwingen im Limmattal hat Tradition – ein Überblick

Der Niklausschwinget wurde erstmals 1937 in der Liguster-Halle in Oerlikon durchgeführt. Seit 1993 ist er in der Stadthalle Dietikon beheimatet. (Bild: Niklausschwinget 2016)

Der Niklausschwinget wurde erstmals 1937 in der Liguster-Halle in Oerlikon durchgeführt. Seit 1993 ist er in der Stadthalle Dietikon beheimatet. (Bild: Niklausschwinget 2016)

Schwingen hat im Limmattal eine lange Tradition. Ein Fest wie der Niklausschwinget ist eine feste Grösse unter den Sportanlässen in der Region.

Geschwungen wird in der Schweiz schon seit Jahrhunderten. Vor allem in der Zentralschweiz und im Mittelland war Schwingen fester Bestandteil der Festkultur. Im 19. Jahrhundert eroberte der Sport dank begeisterten Sportlehrern auch die Städte. Im Limmattal schaut das Schwingen auf eine lange Tradition:

  • Der Zürcher Kantonal-Schwingerverband wurde am 5. Februar 1911 gegründet. Ihm gehören heute acht Schwingklubs an. Der älteste von ihnen ist der 1897 gegründete Schwingklub Zürich. Zählt man die Passivmitglieder dazu, ist er einer der grössten des Landes. Der Schwingklub Glatt- und Limmattal wurde 1905 aus der Taufe gehoben.
  • Seit der Gründung des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes wird jährlich das Zürcher Kantonalschwingfest durchgeführt. Im Limmattal wurde es bislang dreimal ausgetragen. 1919 sowie 1969 in Dietikon und 2000 in Weiningen. Die Sieger hiessen Gottlieb Salzmann (1919, Winterthur), Karl Meli (1969, Winterthur) und Christian Vogel (2000), Kindhausen. Meli, zweifacher Schwingerkönig und mit neun Kränzen von Eidgenössischen Schwingfesten Führender in dieser Liste, ist auch Rekordsieger des Zürcher Kantonalschwingfestes. Zwölf Mal triumphierte er. Walter Flach mit neun, Fritz Hagmann mit acht, Arnold Forrer mit fünf und Christian Vogel mit vier Siegen folgen auf den weiteren Plätzen.
  • Regelmässig im Limmattal durchgeführt wird der Niklausschwinget. Seit 1993 findet der Anlass des Schwingklubs Glatt- und Limmattal jeweils am ersten Sonntag im Dezember in der Dietiker Stadthalle statt. Erstmals wurde der Niklausschwinget 1937 durchgeführt. Bis 1966 fand er in der Liguster-Halle in Oerlikon statt. 1967 fiel der Anlass wegen Umbauarbeiten aus. 1968 wurde er im Stadthof 11 und ab 1969 in der Züspa-Halle durchgeführt. Dort stieg die Hallenmiete jedoch kontinuierlich, sodass er 1993 in die Dietiker Stadthalle verlegt wurde. Seinen Namen hat der Niklausschwinget nicht vom Samichlaus, sondern von der Zunft St. Niklaus, als Dank für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation des Nordostschweizerischen Schwingertags 1936.
  • Trainiert wird in Schlieren. Im Keller der Turnhalle Moos befindet sich der Schwingkeller des Schwingklubs Glatt- und Limmattal. Das erste Trainingslokal befand sich noch an einem anderen Ort. Die ersten Einheiten fanden in der alten Turnhalle in Seebach statt. Doch bereits 1906 konnte die ausgediente Schwinghütte des Schwingklubs Zürich für 450 Franken übernommen werden.

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