Zum Abschluss der Hauptrunde in der 1. Liga folgte noch eine Niederlage: Die Frauen des HC Dietikon-Urdorf, die auf diese Saison hin in die 1. Liga aufgestiegen sind, verloren am vergangenen Wochenende auswärts gegen die Red Dragons Uster mit 18:17.

Es ist die siebte Niederlage der Limmattalerinnen in der laufenden Saison, insgesamt konnten sie von zehn Spielen nur zwei gewinnen. Damit sind sie auf den zweitletzten Tabellenplatz zurückgefallen und müssen im kommenden Jahr dieAbstiegsrunde bestreiten.

Muzaffer Dogru, der zusammen mit Tobias Zatti die Frauen trainiert, sieht die erste Saisonhälfte mit gemischten Gefühlen. «Wir sind mit den Resultaten mässig zufrieden», sagt er. «Wir haben aus zehn Spielen fünf Punkte geholt. Diese geben unsere Leistung aus der ersten Saisonhälfte aber nicht richtig wieder.» Schliesslich habe man vor allem in den letzten Spielen gut mithalten können.

«Wenn wir die Rückrunde anschauen, dann haben wir aus den fünf Spielen einen Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen mit einem Tor Unterschied erreicht. Über die ganze Vorrunde gesehen hatten wir einzig gegen Olten keine Chance.» Olten sei mit seinen Zuzügen und Qualität aber auch der klare Favorit für den Aufstieg.

Und die Spiele, die man knapp verloren hat? Woran hat es gehapert? «Wir haben in sämtlichen Partien lange geführt und in der entscheidenden Phase dann die notwendige Konzentration, Kondition und Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen», so Dogru. Zudem sei den Spielerinnen jeweils in der zweiten Spielhälfte die Puste ausgegangen. «Am meisten verbessern müssen wir uns noch physisch», sagt Dogru.

Gerade in solchen Phasen wäre es wichtig, frische Spielerinnen einwechseln zu können. Das ist bei Dogrus Team aber schwierig. «Wie Anfang Saison vermutet, ist uns schliesslich der dünne Kader kombiniert mit ein, zwei gewichtigen Ausfällen zum Verhängnis geworden», sagt Dogru.

So konnte zu Beginn der Saison Francine Koch nicht mitspielen. Und Martina Brajkovic musste wegen eines Kreuzbandrisses die Saison vorzeitig beenden. Hinzu kamen der Ausfall von Samira Gallo wegen Knieproblemen und die verzögerten Comebacks von Sybil Läubli, Manuela Strebel und Bettina Rappo. «Mit einem breiteren Kader und einer etwas intensiveren Vorbereitung wäre sehr viel mehr drin gelegen», so Dogru. «Wir konnten die Abgänge aus letzter Saison zahlenmässig nicht kompensieren.»

Diejenigen Spielerinnen, welche die Limmattalerinnen verpflichten konnten, haben sich dafür als Glücksgriffe erweisen. Allen voran Ariane Pejkovic, die mit 58 erzielten Toren nicht nur zu den Top-3-Torschützinnen der Liga gehört, sondern auch defensiv wichtig ist. «Sie verhilft der Mannschaft mit ihrer Power in der Verteidigung zu sehr viel Stabilität», sagt Dogru.

«Ariane ist unbestritten die Leaderin in der Mannschaft und unverzichtbar mit ihrer Erfahrung. Sie spielte etliche Jahre in der Premium League 1, Bundesliga oder anderen europäischen Ligen und absolvierte 51 Länderspiele für die Schweiz.» 

Nun geht es um den Ligaerhalt

Trotz Pejkovic: Für die Aufsteigerinnen geht es im neuen Jahr in die Abstiegsrunde. Dort spielen sie um den Ligaerhalt. «Wir haben mit den beiden Neuzuzügen aus Deutschland im nächsten Jahr einen etwas breiteren Kader», sagt Dogru.

«Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, sollte das eine gute zweite Saisonhälfte geben. Mit der Qualität, die wir haben, bin ich zuversichtlich, dass wir die knappen Spiele dann auch für uns entscheiden werden und mit einem guten Polster die Liga sichern werden.»