Schlieren
Schwerstarbeit auf dem Stadtplatz: Ein Zelt wächst in die Höhe

Auf kleinstem Raum wächst in Schlieren derzeit Stange für Stange ein Zelt in die Höhe, 18 Meter im Durchmesser. Der Grund: Hier findet in wenigen Tagen der «Comedy-Herbst 2012» statt. Und auch danach wird das Zelt noch nicht abgebaut.

ksc
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Vor dem Feierabend muss das Zelt stehen
7 Bilder
Alles muss schön straff sein, damit kein Herbststurm etwas anrichten kann
Philipp Locher, Präsident der Detaillistenvereinigung und des Comedy-Herbst-OKs, ist vom Charme der Bar begeistert
Mit vereinten Kräften ziehen die Männer die Blache zurecht
Zeltaufbau in Schlieren
Unter dem Plastik stehen der Bühnen- und der Bar-Container begraben
Um die Stangen zu richten sind viele helfende Hände nötig

Vor dem Feierabend muss das Zelt stehen

Auf dem Stadtplatz wird derzeit Schwerstarbeit geleistet. Auf kleinstem Raum wächst Stange für Stange ein Zelt in die Höhe, 18 Meter im Durchmesser, geradeso auf den kleinen Kiesplatz gezwängt. Unter dieser Zeltblache werden vom 12. Oktober bis 24. November im Rahmen des «Comedy-Herbst 2012» verschiedene Kabarettisten auftreten. Lanciert wird das Event durch die Detaillistenvereinigung ProSchlieren und die Standortförderung der Stadt.

Während zwei Männer auf der einen Seite die Gurten straff zurren, dass die Fasern singen, ziehen vier andere auf der gegenüberliegenden Seite die Zeltblache in Form, damit alles schon ausgeglichen ist. Bis zum Abend muss das Zelt fest fixiert sein. «Sonst können wir die Blache in Altstetten zusammensammeln, wenn es in der Nacht stürmt», sagt einer der Helfer und lacht. Ein paar gwundrige Passanten bleiben stehen und schauen zu.

«Keine 0815-Ambiance»

Unter dem schweren Plastik begraben stehen bereits der Bühnen- und der Bar-Container. Da ist kein Schicki-Micki, da kleben Postkarten aus allen Herren Länder an der Wand, da sickert Licht durch das Konterfei eines Haifisches ins Containerinnere. Und auch zwischen Bühne und Sitzreihen ist nicht viel Platz, da sitzen die 170 Zuschauer praktisch alle in der ersten Reihe, Auge in Auge mit den Komikern. «Das macht den Charme dieser Veranstaltung aus», sagt Philipp Locher, Präsident der Detaillistenvereinigung und des Comedy-Herbst-OKs, «wir wollten keine 0815-Ambiance.» Denn das, so Locher, sei die einzige Möglichkeit, die Gäste für sich zu gewinnen: «Schlieren kann nicht mit Zürich konkurrenzieren, deshalb müssen wir mit Cachet, mit etwas ganz Speziellem punkten.»

Das Zelt soll noch bis Ende Jahr auf dem Stadtplatz stehen bleiben. Nach dem «Comedy-Herbst» sind laut Locher für den Dezember noch diverse weihnachtliche Veranstaltungen, unter anderem ein Gospelkonzert, geplant.