er nicht Gefahr laufen will, eine Busse zu kassieren, soll mit dem öV oder mit dem Velo kommen. Genügend Velo-Parkplätze hat es um jede Badi. So die Meinung vieler, welche die Parkplatz-Jammerei rund ums Dietiker Fondli-Schwimmbad nicht nachvollziehen können. Natürlich kann man es sich so einfach machen.

Was aber macht die Mutter mit zwei kleinen Kindern, die sich nicht nur um ihre Zwerge, sondern auch um den Transport des Equipments kümmern muss: Buggy, Wickeltasche, Picknickkorb, Sandspielzeug? Oder was macht der berufstätige Autofahrer, der auf dem Heimweg aus der Stadt noch auf eine Abkühlung in der Badi Halt macht? Oder das ältere Paar, das nicht mehr gut zu Fuss ist, die sportliche Betätigung im Wasser aber zu schätzen weiss?

Der Polizei den schwarzen Peter zuzuschieben, ist nicht fair. Diese sorgt nur für die Einhaltung der Gesetze; sie macht sie nicht. Ihr Interpretationsspielraum ist minimal und vor allem nicht einklagbar. Handeln müssen die Stadtpolitiker. Dabei geht es darum, einerseits mehr Parkraum an der Badi zu schaffen, andererseits die Kosten für einen Badibesuch nicht in die Höhe zu treiben. Erste Vorschläge, die noch in diesem Sommer Erleichterung bringen könnten, gibt es bereits, etwa das Aufstellen von Hinweisschildern auf weitere Parkiermöglichkeiten in der Nähe oder die Badigäste von der Parkgebühr zu befreien. Und warum nicht Stellplätze rund um die Baustelle an der Fondlischule in den Abendstunden und für das Wochenende ausweisen, wenn dort niemand arbeitet?