Das Unterengstringer Stimmvolk hat in der gestrigen Primarschulgemeindeversammlung einem gemeinsamen Schulpsychologischen Dienst (SPD) als vierte von fünf Gemeinden einstimmig zugestimmt (bei einer Enthaltung). Alles andere wäre überraschend gewesen. Zum einen folgt Unterengstringen mit der Zustimmung einem kantonalen Auftrag. Zum anderen sind keine finanziellen Nachteile für die Gemeinde damit verknüpft. Jetzt fehlt nur noch die Gemeinde Oberengstringen, die das Geschäft an ihrer Gemeindeversammlung am kommenden Montag zur Abstimmung bringt. Die Gemeinden Oetwil, Weiningen und Geroldswil haben der Schaffung eines regionalen Schulpsychologischen Dienstes rechts der Limmat bereits zugestimmt.

Veranlasst wurde die Initiative zum Zusammenschluss durch eine Änderung der Volksschulverordnung des Kantons im Jahr 2015. Darin wurden die Gemeinden verpflichtet, ihren SPD bis 31. Juli 2017 an die Mindestgrösse von 300 Stellenprozent anzupassen. Jede Schule ist verpflichtet, eine Schulpsychologie zu führen. Laut Referent Martin Amann von der Unterengstringer Schulpflege würde nicht nur der kantonalen Vorgabe entsprochen, es gingen auch Vorteile mit dem gemeindeübergreifenden SPD einher, etwa dann erst mögliche Abstimmungen mit anderen Schulpsychologen im Team und Vertretung im Krankheitsfall. Bei Zustimmung aller fünf Gemeinden wird der SPD über drei Schulpsychologen und eine Verwaltungskraft verfügen. Nachteilig seien nur die weiteren Wege, so Amann, denn der SPD wird in Weiningen eingerichtet werden. Bei den Kosten, die im letzten Jahr für Unterengstringen bei 60 000 Franken lagen, wird keine Veränderung erwartet.

Einstimmig wurde auch die Kreditabrechnung zu Umbau und Sanierung der 39 Jahre alten Liftanlage im Schulhaus Büel B angenommen. Zu diskutieren gab es nichts, schliesslich wurde der genehmigte Kredit von 75 000 Franken sogar um 10 000 Franken unterschritten. Möglich wurde dies, weil sich herausgestellt hatte, dass ein neuer Lift günstiger kommt, als eine Sanierung des alten.

Gegen Ende zu im Plus

Der Primarschulgemeinde ist es 2016 gelungen, mit einem Plus abzuschliessen, und das in ihrer vorletzten Jahresrechnung. Ab Januar 2018 wird sie mit der Politischen Gemeinde zur Einheitsgemeinde zusammengeschlossen. In den letzten drei Jahren hatte die Schule noch mit Defiziten abgeschlossen. Rund 300 000 Franken konnte die Schule dem Eigenkapital hinzufügen, das damit wieder über einer Million liegt, budgetiert war noch ein Defizit von rund 30 000 Franken. Zu danken war das positive Ergebnis dem tiefen Personal- und Sachaufwand sowie einem höheren Steuerertrag. Die Annahme erfolgte einstimmig und ohne Diskussionen.

Am Ende folgten die Stimmberechtigten noch konzentriert der Vorstellung der Jahresrechnung der Politischen Gemeinde durch Finanzvorstand Marcel Balmer. Er konnte erfreuliche Zahlen präsentieren. Die Jahresrechnung 2016 hat mit einem Plus von 90 000 Franken abgeschlossen, nachdem im Budget ein Minus von etwa 630 000 Franken vorgesehen war. Hier fielen insbesondere die höheren Steuererträge ins Gewicht. Dies bei einem Aufwand von rund 16,5 und einem Ertrag von rund 16,6 Millionen Franken.

Bekannt gegeben wurde noch der Terminplan zu Sanierung und Ausbau des Seniorenzentrums im Morgen. Am 11. Juli um 17 Uhr findet im Pavillon der Schulanlage Büel die Vernissage zur Siegerstudie statt. Die Ausstellung kann von 12. bis 14. Juli besucht werden.