Dietikon

Schulpflegemitglied findet Fasnachtsumzug «verstörend» – doch die Schule hält an der Tradition fest

Kindergarten Bergstrasse: Farbenmonster.

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Kindergarten Bergstrasse: Farbenmonster.

Ein Schulpflegemitglied hatte beantragt, dass sich die Schule von der Kinderfasnacht zurückziehe, weil der Umzug «verstörend» sei. Dies wurde klar abgelehnt.

Der Kinderfasnachtsumzug blickt in der Stadt Dietikon auf eine 40-jährige Tradition zurück. Ein Mitglied der Schulpflege hatte den Anlass in diesem Jahr besucht – und sah danach keinen Grund mehr, weshalb sich die Schule aktiv daran beteiligen sollte.

Denn der Umzug habe nichts mehr mit der Schule zu tun, heisst es in einem veröffentlichten Protokollauszug der Schulpflegesitzung von Anfang Juli. «Es ist viel Lärm, es wird viel Alkohol getrunken, Verkleidete verhalten sich unangemessen, tonnenweise Konfetti wird auf die Strasse geschmissen und auf Balkone geschossen.»

Dass einige Schulkinder da mitmarschierten, wirke fremd. Und der Umzug sei für die Kinder verstörend, machte das Mitglied der Schulpflege geltend.

Die Schulpflege hat den Antrag, dass die Schule nicht mehr am Fasnachtsumzug teilnehmen soll, dann aber abgelehnt, wie dem Protokoll zu entnehmen ist. Der traditionsreiche Kinderfasnachtsumzug sei in diesem Jahr angesichts der vielen Teilnehmenden ein erfolgreicher Anlass gewesen.

«Die Teilnahme durch die Schulklassen ist freiwillig, die Stadtregierung begrüsst die Teilnahme durch die Schule.» Allfällige Kritikpunkte, welche die Durchführung des Umzugs betreffen, sollen mit dem Organisationskomitee besprochen werden.

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