Aesch

Schulpflege ist weiterhin für Erweiterungsplan

Am Schulhaus Nassenmatt soll gebaut werden können. fuo

Am Schulhaus Nassenmatt soll gebaut werden können. fuo

Die Primarschulpflege hat beschlossen, am Landerwerb für die Erweiterung des Schulhauses Nassenmatt festzuhalten. Und zwar genau so, wie er an der Gemeindeversammlung vom 28.September 2011 von den Stimmberechtigten bewilligt worden ist.

Gemeinderat und Schulpflege hätten diverse Besprechungen mit ihren Planern, den Elektrizitätswerken der Stadt Zürich (EWZ) und den zuständigen kantonalen Stellen geführt.

Nach dem Landerwerb hatten bekanntlich die EWZ als Eigentümerin der Starkstromleitung Obfelden-Birmensdorf gegen die Einzonung Rekurs erhoben. Das Argument der EWZ: Gemäss der Verordnung über die nicht-ionisierende Strahlung dürfe Bauland neu nur dort ausgeschieden werden, wo der Anlagegrenzwert von einem Mikrotesla nicht überschritten sei. Dies sei beim neu eingezonten Teil Land erst bei 70 Meter Abstand von der Leitungsachse der Fall.

Keine empfindliche Nutzung

Eine Ecke der Fläche, die für die Erweiterung des Schulhauses Nassenmatt von der Landwirtschaftszone in die Zone für öffentliche Bauten umgezont worden ist, befindet sich im kritischen Bereich. Bei Neueinzonungen sei jedoch der vorsorglich festgesetzte Anlagegrenzwert von einem Mikrotesla einzuhalten, wenn es sich um so genannte «Omen» handle, Orte mit empfindlicher Nutzung wie Wohn-, Schul- und Arbeitsräume, Kinderspielplätze und Pausenplätze, wie die Schulpflege weiter schrieb.

Die Schulpflege beteuert nun, innerhalb des kritischen Bereichs würden keine «Omen», keine Orte mit empfindlicher Nutzung, erstellt. Die Planung des neuen Schulhauses laufe wie vorgesehen weiter. «Wir haben zwar ein wenig Einschränkung, aber die Planung kommt gut voran, es reicht dementsprechend», erklärt Schulpräsidentin Petra Mörgeli gegenüber der az Limmattaler Zeitung. Bis jetzt sei es zu keiner zeitlichen Verzögerung in der Planung gekommen. Man arbeite parallel weiter und sei im Zeitrahmen drin. Man werde ca. 2014 mit dem Erweiterungsbau beginnen und zwischen 2015 und 2016 fertig sein, erklärte die Schulpräsidentin weiter.

Privater Gestaltungsplan nötig

In der Mitteilung der Schulpflege ist ausserdem zu lesen, dass, um die Nutzung im kritischen Bereich dauerhaft einzuschränken, ein Privater Gestaltungsplan über den fraglichen Teilbereich erstellt werde. Der Private Gestaltungsplan sei nicht der Gemeindeversammlung vorzulegen. Es sei jedoch vorgesehen, bei einer nächsten Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) die Baubeschränkung beziehungsweise den Inhalt des Gestaltungsplans in die BZO aufzunehmen.

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