Frau Mörgeli, am vergangenen Wochenende konnte das neue Schulhaus Nassenmatt 2 sowie der Umbau des Nassenmatt 1 eingeweiht werden. Wie hat die Bevölkerung darauf reagiert?

Die Besucher waren begeistert. Vor allem der neue Kindergarten gefiel den Aeschern sehr gut. Es herrschte gar eine Art Volksfeststimmung.

Und die Kinder?

Sie werden bereits seit Ende der Frühlingsferien im Neubau unterrichtet und sind hell begeistert. Speziell auf dem gedeckten Pausenbereich halten sie sich sehr gerne auf und spielen.

Was hat es mit der neuen Sitzbank in der Form einer Katze auf dem Pausenplatz auf sich?

Diese ist ein Geschenk des Aescher Gemeinderates. Sie wurde eigens für die Schule aus dem Holz eines im Zuge des Neubaus gefällten Baums geschnitzt. Förster Roland Helfenberger hat die Sitzbank gefertigt. Es gab aber noch weitere Geschenke. Das E-Team (Elternvertretung) schenkte der Schule eine Kiste für die Aussenspielgeräte.

Beim Start der Bauarbeiten stand noch nicht fest, was nach der Fertigstellung mit dem Kindergarten Museumsstrasse geschieht. Herrscht hier nun mehr Klarheit?

Genaue Pläne dazu gibt es noch nicht. Da das Gebäude an der Dorfstrasse 19 nicht mehr für schulische Zwecke benötigt wird, es aber trotzdem im Besitz der öffentlichen Hand bleiben soll, haben wir vor, es an die politische Gemeinde zu verkaufen. Darüber wird an der kommenden Gemeindeversammlung befunden.

Vorerst bleibt der Kindergarten Museumsstrasse demnach leer?

Genau. Nur der Spielplatz wird derzeit genutzt.

Prognosen zeigen, dass Aesch bis zum Jahr 2030 bis zu 170 Schüler erwartet werden, aktuell sind Sie bei einem Stand von rund 90 Kindern. Wie lange wird der Neubau Nassenmatt ausreichen?

Das lässt sich nur schwer beziffern. Wir gehen davon aus, dass genug Platz für die nächsten 20 Jahre vorhanden ist. Im Nassenmatt 1 und 2 können sechs Einzelklassen und zwei Kindergartenklassen unterrichtet werden. Das ist eine grosse Steigerung der Kapazität.

Das Gebäude liesse sich aber problemlos erweitern.

Genau. Es war eine der Voraussetzungen des Baus, dass er erweiterbar ist. Auf einem Absatz am Bau liesse sich ein weiterer Kubus mit zwei Schulzimmern und einem Gruppenraum erstellen.

Beim Baubeginn sagten Sie gegenüber dieser Zeitung, dass leichte Anpassungen des Projektes zu Mehrkosten geführt hätten. Ohne dabei jedoch den vom Volk gesprochenen 7,1 Millionen-Franken-Kredit zu überschreiten. Ist dies noch immer der Fall?

Darüber kann ich noch keine Auskunft geben, da am Gebäude noch Mängel behoben werden. Hinzu kommt, dass im Nassenmatt 1 ein grosser Wasserschaden entstand. Bei den Überschwemmungen von Anfang Juni. Zwar sind die Mauern des Gebäudes wieder trocken, jedoch müssen noch Arbeiten am Boden und an Treppen verrichtet werden.